Aktuelles: Archiv 2008
Zum Archiv des Jahres : [2011] [2010] [2009] [2008] [2007] [2006]
26.12.2008
16 Kräfte bilden sich im Grundkurs Pflege fort
Bild: Grundkurs Pflege |
Mitarbeiterinnen aus Datteln, Waltrop und Oer-Erkenschwick lernen gemeinsam
141 Stunden in neun Wochen - Alles andere als nebenbei, sondern vielmehr zusätzlich absolvierten 16 Mitarbeiterinnen der Caritasverbandes Datteln und Waltrop/Oer-Erkenschwick in den vergangenen Wochen den Grundkurs Pflege unter fach- und sachkundiger Anleitung der Dozenten des Malteser Hilfsdienstes aus Essen.
Seit 16 Jahren arbeitet Dagmar Meyer bereits in der ambulanten Pflege für die Caritas. Sie kümmert sich an vielen Stellen des Alltags um die Belange von Senioren, die diese nicht mehr alleine verrichten können. „Als es damals begann, bin ich einige Wochen mit einer erfahrenen Kollegin mitgefahren“, erinnert sich Dagmar Meyer. Sie und die 16 weiteren Teilnehmerinnen des Grundkurses Pflege haben in und aus der täglichen Praxis gelernt.
Dass die Damen wissen, was sie machen, sei in den vergangenen Wochen an vielen Stellen bemerkbar gewesen, sagt Klemens Hinrichs, der die Fortbildungskurse organisiert. Aha-Erlebnisse gehörten zur Tagesordnung. An vier Nachmittagen in der Woche trafen sich die 16 Teilnehmerinnen im Waltroper Franziskus-Haus des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick und lernten Theorie und Praxis, nachdem sie ihren Dienst bereits an den Vormittagen absolviert hatten. „Das war nicht immer leicht und stressfrei“, erinnert sich Dagmar Meyer. Für die Caritas war es zudem eine logistische Herausforderung, die Fortbildung im laufenden Betrieb zu organisieren. „Das hat reibungslos funktioniert“, lobte Klemens Hinrichs.
„Wir hatten es mit einer sehr motivierten und engagierten Gruppe zu tun“, betont Carmen Schwermer, Lehrerin für Pflegeberufe bei den Maltesern. Sie vermittelte den Teilnehmerinnen des Kurses neben den theoretischen Aspekten der Grundpflege auch praktische Inhalte. Mit zur Fortbildung gehörte auch ein Erweiterungskursus über die Behandlungspflege. Die Verabreichung von Medikamenten, die Gabe von Insulin, das Messen des Blutdrucks, aber auch die Grundlagen der physikalischen Therapie gehörten hier zu den Kursinhalten. „Ich habe viel mitgenommen“, sagt Carmen Meyer. „Validation“, sagen ihre Kolleginnen im Chor. „Dabei geht es darum, sich in die Situation einer demenzerkrankten, pflegebedürftigen Person zu versetzen“, referiert Carmen Meyer und lächelt stolz über ihr persönliches Aha-Erlebnis.
„Hier legt natürlich niemand sein Staatsexamen ab“, erläutert Klemens Hinrichs, aber bei den Kursen, die durch die Agentur für Arbeit gefördert werden, wird solides praktisches Wissen durch eine Vielzahl von Lerninhalten auf ein solideres Fundament gestellt.
12.12.2008
Senioren stimmen sich auf Weihnachten ein
Bild: Caritas Adventsfeier |
Bild: Caritas Adventsfeier |
Gute Resonanz auf Caritas-Adventsfeier
Rund 70 Senioren verbrachten Anfang Dezember einen unterhaltsamen Nachmittag im Pfarrheim St. Ludgerus in Waltrop. Der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V. hatte zur traditionellen Adventsfeier für Senioren eingeladen.
Bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen erwartete die Gäste, dazu gab es ein unterhaltsames Programm mit Liedern und Geschichten. Die Tanzgruppe "Kesse Sohle" präsentierte unter der Leitung von Angelika van Schagen verschiedene Weihnachtstänze, und der Jugendchor aus St. Peter unter der Leitung von Christian Neuleben stimmte mit weihnachtlichen Liedern auf das nahende Fest ein.
10.12.2008
Infotag Ehrenamt: „Du bist wichtig – wir brauchen Dich!“
Aktion der Caritas in Kooperation mit Stadt Oer-Erkenschwick und Pfarrcaritas Christus König
Der Infotag Ehrenamt ist eine Veranstaltung für alle Vereine, Verbände, Institutionen und Einrichtungen, die mit ehrenamtlichem Engagement zu tun haben. Im Mittelpunkt dieser Veranstaltung stehen die Bekanntmachung und Information über ehrenamtliche Tätigkeiten in Oer-Erkenschwick.
„Es gibt viele unterschiedliche Bereiche, in denen man sich ehrenamtlich engagieren kann“, erklärt Sonja Lobert vom Caritasverband. „An unserem Infotag Ehrenamt konnten sich Interessierte über Tätigkeitsfelder und Einsatzmöglichkeiten aus verschiedenen Bereichen informieren. Sie erhielten an den Ständen viele Anregungen dazu, wie und wo freiwilliges Engagement möglich ist.“
Ziel des Infotags war es, die Tätigkeitsfelder der Aussteller vorzustellen und neue freiwillig Engagierte zu werben.
Als Aussteller auf dieser Tagesveranstaltung wirkten mit: Der Laden, Caritas Shop, Café der Momente, JOE e.V. – Jugend in Oer-Erkenschwick, Ausbildungs-Paten e.V., die ev. Kirchengemeinde (Jungschar), die Barmer, Tierschutzverein Oer-Erkenschwick, kfd der Seelsorgeeinheiten, der Sozialdienst katholischer Frauen, die Seniorenzentren in Oer-Erkenschwick, und der FC 26 – kurz gesagt: ein breites Spektrum von Ausstellern aus unterschiedlichsten Organisationen.
Veranstalter des Infotages Ehrenamt war der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V. in Kooperation mit der Pfarrcaritas Christus König und der Stadt Oer-Erkenschwick.
„Wer gemeinsam mit Anderen für Andere da sein möchte, konnte bei unserem Infotag viele Auskünfte über ehrenamtliche Einsatzmöglichkeiten erhalten“, erklärt Sonja Lobert. „Abgestimmt auf persönliche Vorstellungen, Wünsche und zeitliche Möglichkeiten kann aus einem vielfältigen Angebot ausgewählt werden! Beim Infotag Ehrenamt konnte man sicher etwas finden, das einen ausfüllt und gleichzeitig hilft, Bereiche des öffentlichen und sozialen Lebens aufrecht zu erhalten.“
Doch es ging nicht nur um Information: Ein buntes Rahmenprogramm sorgte dafür, dass man neben den Infogesprächen einen abwechslungsreichen und spannenden Tag erleben konnte: Dazu gehörte ein Luftballonwettbewerb mit tollen Gewinnen (der Hauptpreis war ein Fahrrad), jede Menge Musik und Videovorführungen. Es gab Aufführungen der Cheerleader FC 26, außerdem stand das Jugend-Info-Mobil der AWO bereit. Auch für Essen und Trinken war gesorgt. Es gab kalte Getränke, Kaffee, Kuchen, Waffeln und Gulaschsuppe. Der Infotag Ehrenamt fand am Sonntag, 16. November, von 11 bis 16 Uhr in der Aula der Friedrich-Fröbel-Schule, Stimbergstraße 169, in Oer-Erkenschwick statt.
Weiterführende Informationen für die Redaktionen: In Deutschland sind etwa 23 Mio. Menschen ehrenamtlich in Vereinen, Verbänden, Institutionen oder Kirche tätig. Mit ihrem freiwilligen Engagement leisten sie einen wichtigen Beitrag für ein menschliches Miteinander in der Gesellschaft.
> Bilder vom "Infotag Ehrenamt" ansehen!
01.12.2008
Caritas-Heime haben Anforderungen für 2018 schon fast erfüllt
Die von Sozialminister Karl-Josef Laumann im neuen Heimgesetz für 2018 geforderten Quoten für Einzel- und Doppelzimmer in Alten- und Behindertenwohnheimen werden von den Caritas-Einrichtungen in der Diözese Münster bereits heute fast erfüllt. Nach einer aktuellen Erhebung der Landschaftsverbände Rheinland und Westfalen-Lippe bieten die Behindertenwohnheime der Caritas bei insgesamt 4.219 Plätzen nur noch 33 in Mehrbettzimmern an. Diese sollen bereits 2011 nicht mehr zulässig sein.
In zehn Jahren soll zudem eine Quote von mindestens 80 Prozent Einzelzimmern erreicht sein. In den 178 Altenheimen der Caritas mit 13.460 Plätzen ist sie bereits erfüllt, die Behinderteneinrichtungen sind nicht mehr weit davon entfernt. In Westfalen-Lippe leben bereits 75 Prozent der behinderten Menschen im eigenen Zimmer, im Rheinland sind es 71 Prozent.
Insgesamt begrüßt die Caritas die Neuregelungen des Heimgesetzes, "nicht zuletzt das Mehr an Transparenz und die Gleichbehandlung der Heime", wie Klaus Schoch, Abteilungsleiter Gesundheitshilfe im Diözeancaritasverband Münster erklärt.
28.11.2008
Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz startet
Caritas etabliert neues Angebot im Gesundheitszentrum Ludwigstraße/Haus St. Agnes
Der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V. führt ab der kommenden Woche eine Tagesbetreuung für Menschen mit Demenz ein. Im Gesundheitszentrum Ludwigstraße/St. Agnes-Haus in Oer-Erkenschwick werden dienstags vormittags und freitags nachmittags spezielle Betreuungsangebote für Menschen mit Demenz organisiert. Die Zielgruppen sind neben älteren Menschen mit demenziellen Krankheiten auch pflegende Angehörige.
„Die Tagesbetreuung ist ein niederschwelliges Angebot, das der zeitweiligen, aber regelmäßigen Betreuung von älteren Menschen außerhalb ihrer eigenen Wohnung dient“, erklärt Sonja Lobert, die das Angebot konzipiert hat. Die Tagesbetreuung wird nicht nur eine versorgende und beaufsichtigende Funktion haben: „Das Angebot stellt eine tages- und wochenstrukturierende Maßnahme dar, die inhaltlich neben Beschäftigung auch und insbesondere aktivierende Aspekte enthält“, erläutert Sonja Lobert. Es trägt zusätzlich zur Entlastung der pflegenden Angehörigen bei.
Außerdem geht es um die Förderung der individuellen Fähigkeiten, Kompetenzen und sozialen Integration sowie der Vermittlung von Selbstwertgefühl. Durch die Tagesbetreuung soll eine Heimunterbringung vermieden werden. Der Erhalt und die Förderung von verbliebenen Fähigkeiten im häuslichen Umfeld stehen für eine steigende Lebensqualität.
Das Konzept sieht vor, dass zunächst an zwei Tagen in der Woche für die Dauer von voraussichtlich 3 Stunden 2 Gruppen von max. 4-6 Teilnehmern/innen in den dafür vorbereiteten Räumen des Caritasverbandes betreut werden sollen: „Das geschieht dienstags vormittags in der Zeit von 10 bis 13 Uhr und freitags nachmittags von 15 bis 18 Uhr. Die Zeiten wurden bewusst ausgewählt: „Dienstags ist Markttag, eine gute Gelegenheit, den Wocheneinkauf zu erledigen“, erklärt Sonja Lobert. Die Halbtagsbetreuung beinhaltet außerdem auf Wunsch ein Mittagessenangebot bzw. Kaffee und Kuchen.
Übrigens: Angehörige können in Einzelfällen bei aktuell bestehendem Bedarf Ihre Erkrankten kurzfristig, auch stundenweise, betreuen lassen.
Ein Kreis von Teilnehmern hat sich bereits gefunden, doch die Caritas nimmt gerne noch weitere Anmeldungen entgegen. Vor dem ersten Besuch steht ein ausführliches Informationsgespräch mit den Angehörigen. Informationen und Anmeldungen bei Sonja Lobert, 0 23 68 / 890 913.
Hinweis an die Redaktionen: Am kommenden Mittwoch, 3. Dezember, findet um 17.30 Uhr ein Treffen der Betreuerinnen im Gesundheitszentrum Ludwigstraße/Haus St. Agnes statt. Z dieser Informationsveranstaltung sind Sie herzlich eingeladen.
12.11.2008
Caritas startet neue Suchmaschine für Freiwillige
Bundesweite Plattform mit Infos rund ums ehrenamtliche Engagement
Die Caritas bietet einen neuen Service für Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen: Auf www.caritas-ehrenamt.de präsentiert sie die Aufgaben und Projekte der Caritas-Einrichtungen, bei denen sich Ehrenamtliche oder Freiwillige einbringen können. Aktuell sind das mehr als 2.000 freie Stellen. Der neue Auftrittt liefert außerdem Tipps für Neueinsteiger, Motivationsgeschichten von Caritas-Freiwilligen und ein A bis Z des Ehrenamtes. Links zu den Freiwilligen-Zentren, der Online-Engagementberatung und den Angeboten der Diözesen komplettieren den Service der neuen Ehrenamtsplattform der Caritas.
Weitere Infos auf www.caritas-ehrenamt.de
06.11.2008
Infostand der Beratungsstelle zur Wohnungs-und Existenzsicherung am Kiepenkerl
![]() |
Am Freitag, den 31.10.2008, informierten Frau Wohlgemuth, Frau Wiewiorra, Frau Grotjahn und Herr Reschop die Waltroper Bürger in der Innenstadt über ihre Arbeit in unserer Beratungsstelle zur Wohnungs- und Existenzsicherung.
Trotz des kalten und regnerischen Wetters wurde das Informationsangebot zur Schuldner- und Insolvenzberatung sowie dem Beratungskatalog bei Mietschulden und der sozialpädagogischen Gruppenarbeit gern von den Bürgern angenommen. Versüßt wurden die Infopakete durch kleine Aufmerksamkeiten wie Fruchtgummi und Luftballons.
Zahlreiche Bürger nutzten die Gelegenheit zu einem persönlichen Informationsgespräch.
Insbesondere die Bankenkrise mit ihren noch nicht absehbaren Auswirkungen auf die Konjunktur verunsichert auch die Waltroper Bürger und sorgte für erhöhten Informationsbedarf.
November 2008
Volksbank spendet Fahrzeug
![]() |
Die Freude war riesengroß, als Vorstandsmitglied Ludger Suttmeyer von der Volksbank eg, Waltrop den Schlüssel für ein nagelneues orange-blaues "VR-Mobil" vom Typ VW-Fox an den Geschäftsführer unseres Verbandes überreichte. „Genossenschaftliches Engagement bedeutet auch, Verantwortung für die Region zu übernehmen. Ganz bewusst haben wir uns für die Caritas entschieden, die in ihrem Tätigkeitsbereich dazu beiträgt, dass gesellschaftliches Engagement spürbar wird“, so Ludger Suttmeyer. Er berichtete, dass erst gestern insgesamt 35 VW Fox von Wolfsburg aus zu einer Sternfahrt in zahlreiche Städte gestartet sind. Im Ostvest kommen ab sofort 2 "VR-Mobile" zum Einsatz und bundesweit sogar 750. Alle Fahrzeuge haben eines gemeinsam: Sie tragen den Namen "VR-Mobil" und werden ausschließlich von sozialen und kulturellen Einrichtungen eingesetzt.
„Man hat nicht oft Gelegenheit, ein Auto zu verschenken“, freute sich Ludger Suttmeyer als er den Schlüsselsatz übergab.
Und auch bei Barbara Bohner, Vorsitzende des Caritasverbandes, und ihrem Geschäftsführer Rainer Kubik war der Jubel groß, als sie die Schlüssel in Empfang nehmen konnten. „Wir bedanken uns ausdrücklich für die wertvolle Spende der Volksbank eG, Waltrop und freuen uns, dass die Volksbank unsere sozialen und gesellschaftlichen Aktivitäten in dieser Form anerkennt“, formulierte der Geschäftsführer seinen Dank.
Der VW-Fox kommt gerade zur rechten Zeit und erleichtert die Arbeit der fleißigen Helfer, die den "Rollenden Mittagstisch" jetzt noch zügiger als bisher zu den hilfsbedürftigen Menschen bringen können.
03.11.2008
Memory-Club und gesunde Ernährung
Info- und Unterhaltungsveranstaltungen der Caritas stehen an
Welchen Einfluss hat die Ernährung auf das Wohlbefinden, und wie kann ich mich mit der richtigen Ernährung fit halten? Diese und andere Fragen rund um die Ernährung wird der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick am Donnerstag, 13. November, thematisieren. Anschließend wird ein leckeres Menü angeboten. Anmeldungen sind bis Montag, 10. November, möglich.
Termin: Do., 13.11.08, 17.00 – 19.00 Uhr
Ort: Franziskushaus, Dorfmüllerstr. 8, 45731 Waltrop
Referentin: Dr. Daniela Elbers
Kosten: 3,00 € inkl. Verkostung
Anmeldung: Caritasverband, Tel.0 23 09 – 95 70 0
Im Memory-Club erleben pflegebedürftige und demenzkranke Menschen Geselligkeit, Förderung ihrer Fähigkeiten und Wertschätzung. Geschulte Mitarbeiter/innen des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick betreuen abgestimmt auf die persönlichen Bedürfnisse. Die Veranstaltung ist besonders interessant für Menschen, die Angehörige pflegen und betreuen. Im Memory-Club können die Fähigkeiten der Angehörigen gefördert und gestärkt werden. Der Memory-Club entlastet auch die pflegenden Angehörigen: So bleibt etwas freie Zeit zur persönlichen Gestaltung. Anmeldungen sind bis Montag, 10. November, möglich.
Termin: Sa., 15.11.08, 9.30 – 14.00 Uhr
Ort: St. Laurentiusstift, Geriatrische Tagesklinik, Hochstr. 20 in Waltrop
Leitung: Christiane Jurgeleit-Höflich
Kosten: Auf Anfrage, bei vorliegender Pflegestufe erfolgt die Abrechnung über die Pflegekasse.
24.10.2008
Kurzahlen boomen: Über 40 Prozent mehr im ersten Halbjahr 2008
Die Chancen auf eine Kur sind für Mütter und Kinder deutlich gestiegen und die Kurhäuser nach Jahren der Flaute wieder gut belegt. Um über 40 Prozent ist die Zahl der vermittelten Vorsorge- und Rehamaßnahmen bei der Caritas in der Diözese Münster im ersten Halbjahr 2008 gewachsen. Statt 976 konnten die 28 Kurberatungsstellen 1388 Mütter in eine Kur schicken.
Mehrere Gründe kommen dafür aus Sicht von Caritas-Kurreferentin Maria Schumacher zusammen. Insbesondere die Vereinbarungen mit der AOK und IKK zu einer engeren Zusammenarbeit haben die Ablehnungsquoten gesenkt. Liegt sie bei diesen Kassen bei zwölf und 18 Prozent, so reicht die Spanne bei den übrigen Krankenversicherern von 25 bis 67 Prozent. Schulungen für die Mitarbeiterinnen in den Kurberatungsstellen ermöglichten ihnen, Mütter und Väter noch gezielter zu beraten als bisher. Zudem zeigten sich erste positive Auswirkungen des Projekts Kurlotsen, in dem Ehrenamtliche in Kindergärten eine erste Information und Beratung für Mütter anbieten, so Schumacher.
Trotz des erfreulichen Trends sieht die Caritas-Mitarbeiterin noch längst keine „Luxusversorgung“. Jetzt sei gerade wieder der Stand vor dem Einbruch 2002 wieder erreicht. Auch könne nach wie vor nur ein geringer Teil der Mütter ihre Gesundheit in einer Kur zurückgewinnen. Eine Studie hatte vor zwei Jahren festgestellt, dass nur jede zehnte Frau, die aus medizinischer Sicht eine dreiwöchige Rehamaßnahme benötigt, tatsächlich eine bekommt.
22.10.2008
Ein Anhänger kann Leben retten
Immer mehr Ältere nutzen das Hausnotrufsystem der Caritas
![]() Bild: Christiane Jurgeleit-Höflich. |
Bild: Nanni Heiden |
Sich im eigenen Haus sicher zu fühlen und zu wissen, dass im Ernstfall sofort Hilfe kommt, ist der Wunsch vieler älterer Menschen und ihrer Angehörigen. Zu wissen, dass die Nächsten gut versorgt sind, auch wenn man selbst gerade nicht erreichbar sein kann, ist beruhigend. Für diese Gewissheit sorgt das Hausnotrufsystem der Caritas. Mit diesem Service bietet der Caritasverband Waltrop / Oer-Erkenschwick Sicherheit zu Hause und unterstützt ein unabhängiges und selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.
Zur Installation des Hausnotrufsystems braucht man lediglich einen Telefonanschluss und eine Steckdose. Per Knopfdruck auf einen Funksender, den man immer bei sich tragen sollte, kann jederzeit die benötigte Hilfe angefordert werden, egal wo man sich in seiner Wohnung aufhält. Caritasmitarbeiterin Christiane Jurgeleit-Höflich ist für das Hausnotrufsystem zuständig, sie weiß, dass die Nachfrage groß ist: „Das Hausnotrufsystem ist einfach ideal um jederzeit Hilfe rufen zu können, wenn man sie benötigt. Es kann immer passieren, dass man unglücklich fällt und das Telefon nicht erreichen kann. Dafür hat man dann den „Funkfinger“ bei sich, man drückt den Knopf und eine Caritasfachkraft meldet sich sofort und fragt was los ist.“ Falls der Mitarbeiter keine Antwort bekommt, werden Angehörige kontaktiert. Sollten diese nicht erreichbar sein, fahren Caritasmitarbeiter selbst zum Klienten. Für das Hausnotrufsystem arbeiten examinierte Kranken- und Altenpfleger, das Fachpersonal hat die wichtigsten Daten aller Hausnotrufsystembesitzer immer sofort greifbar und kann entsprechend schnell auf Bedürfnisse eingehen und handeln.
Vor allem nach Krankenhausaufenthalten greifen viele ältere Menschen auf das Hausnotrufsystem zurück. So auch Nanni Heiden. Die 75-Jährige hat durch eine ihrer Töchter von dem Angebot des Caritasverband Waltrop / Oer-Erkenschwick erfahren. Nach einem Herzinfarkt ließ sie sich von Christiane Jurgeleit-Höflich und Claudia Kober ans Hausnotrufsystem anschließen. „Ich hatte nachts einen Herzanfall bekommen und war nicht mehr in der Lage, das Telefon zu bedienen. Glücklicherweise habe ich es aber irgendwie geschafft, bei meiner Nachbarin zu klopfen, die dann den Notarzt rief. Damit so eine riskante Situation nicht noch einmal geschieht und ich weiß, dass meine Angehörigen sich nicht ständig Sorgen um mich machen müssen, habe ich mir ein Hausnotrufsystem angeschafft.“ Nanni Heiden sagt selbst, dass sie diese Situation hätte vermeiden können, wenn sie schon vorher ein Hausnotrufsystem gehabt hätte, „aber ich habe immer gedacht, so etwas bräuchte ich nicht. Leider bin ich nun in eine Lage gekommen, in der ich schnelle Hilfe durch einen Knopfdruck benötigt hätte. Nun weiß ich aber, dass ich garantiert nicht noch einmal in eine solch lebensbedrohliche Situation komme.“
Die Waltroperin trägt das Funkgerät in ihrer Wohnung immer um den Hals, im Notfall werden auf ihren Wunsch hin zuerst ihre Töchter von den Caritasmitarbeitern angerufen. „Zuerst musste ich mich etwas daran gewöhnen, dass ich jetzt so ein Gerät benötige“, sagt Nanni Heiden, „doch mittlerweile bin ich einfach beruhigt, dass ich es habe. Ich fühle mich definitiv sicherer und weiß auch, dass meine Familie sich nun nicht ständig sorgen muss. Und selbst wenn ich mal aus Versehen den Knopf drücke ist das ja nichts Schlimmes, dann sag ich der freundlichen Stimme am anderen Ende der Leitung einfach, dass alles in Ordnung ist.“ Die Tatsache, dass immer Ansprechpartner zur Verfügung stehen, unterstreicht auch Christiane Jurgeleit-Höflich: „Das Hausnotrufsystem ist im Bereich der so genannten komplementären Dienste, es ist Teil unserer Wohnbegleitung für Senioren. Wir bieten auch Freizeitangebote und persönliche Betreuungshilfen, auch um pflegende Angehörige zu entlasten. Bei der Antragsstellung für das Hausnotrufsystem bieten wir natürlich ausführliche Beratung und finden auch weitere situationsabhängige Lösungen.“ Deshalb ist auch Nanni Heiden sehr zufrieden mit dem Service der Caritas und empfiehlt ihn gerne weiter. Sie weiß nun, dass im Notfall sofort Hilfe für sie unterwegs ist, einfach per Knopfdruck.
03.10.2008
Profis der Nächstenliebe
Caritas-Gründer vor 150 Jahren geboren
"Wir verdanken es Lorenz Werthmann, diesem mutigen und tatkräftigen Seelsorger, dass die vielfältigen katholischen Sozialwerke heute eine deutschlandweit handlungsfähige und hochgeschätzte Organisation der Nächstenliebe bilden", würdigt Erzbischof Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, das Wirken des Gründers des Deutschen Caritasverbandes, Lorenz Werthmann." Verbandliche Caritas ist Aufgabe der gesamten Kirche; sie ist jedoch noch viel mehr: sie ist im wahrsten Sinne Kirche", so Erzbischof Zollitsch.
Karl Kardinal Lehmann bezeichnet Lorenz Werthmann als "Pionier der modernen Caritasarbeit". Werthmanns Ziel sei die Schaffung einer Organisation der gesamten katholischen Nächstenliebe gewesen, die "soweit sie institutionell ausgerichtet war, von möglichst vielen gebildeten Mitarbeitern getragen und durch eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit wirksam werden sollte", so Lehmann.
Als "soziale Bewegung mit einem starken Element des Ehrenamts und einem Aufgabenspektrum, das alle Bereiche der Gesellschaft umfasst", beschreibt der Freiburger Oberbürgermeister Dieter Salomon den Verband. Die Caritas sei heute eine einflussreiche Kraft in Deutschland und in der Politik anerkannt und respektiert. "Als Oberbürgermeister der Stadt, in der die Caritas zu Hause ist, hat man allen Grund, darauf stolz zu sein."
Bundeskanzlerin Angela Merkel dankt allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden für ihren Einsatz und betont: "Mit dem 150. Geburtstag von Lorenz Werthmann feiert der Deutsche Caritasverband eine Tradition der sozialen Arbeit, die für unsere Gesellschaft unverzichtbar ist und ohne die sie viel ärmer wäre."
Am 1. Oktober 1858 wurde in Geisenheim im Rheingau Prälat Dr. Lorenz Werthmann geboren. Er gründete im Jahr 1897 den Deutschen Caritasverband. Den 150. Geburtstag ihres Gründers feiern die in Freiburg ansässigen Verbände: Deutscher Caritasverband, Caritasverband Freiburg-Stadt, Caritasverband für den Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald und Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg heute mit einem Festgottesdienst im Freiburger Münster und einem anschließenden Fest für alle Mitarbeitenden im Lorenz-Werthmann-Haus in Freiburg.
Sie finden die Predigt von Erzbischof Dr. Robert Zollitsch (hier) und die Grußworte von Karl Kardinal Lehmann (hier) und Oberbürgermeister Dieter Salomon (hier) im Internet.
Buchtipp: Lorenz Werthmann, Caritasmacher und Visionär. Erschienen im Lambertus-Verlag , Freiburg 2008, ca. 120 Seiten, zahlreiche sw-Abbildungen, 9,90 Euro; ISBN 978-3-7841-1853-6
20.09.2008
Die Schätze der Erinnerung heben
Mit den verschiedensten Angeboten reagieren die karitativen Einrichtungen der Altenhilfe schon seit Jahren auf die zunehmende Zahl jener Menschen, die an Demenz erkranken. Für sie werden verschiedene Wohnangebote geschaffen, es gibt eine Vielzahl von Betreuungsmöglichkeiten, und seit einem Jahr sorgen Demenz-Servicezentren für einen guten Überblick bei den Angeboten.
Das Demenz-Servicezentrum NRW wird rund um den Welt-Alzheimer-Tag am Sonntag (21.09.2008) mit verschiedenen öffentlichen Aktionen in Coesfeld, Münster und Borken zu finden sein. Die genauen Zeiten und Orte sind unter der Internet-Adresse www.demenz-service-nrw.de zu finden. Dort stehen auch die Adressen der anderen für das Bistum Münster zuständigen Service-Zentren. Telefonisch erreicht man die Mitarbeiterinnen unter der Rufnummer 0251 / 520244.
Der Caritasverband für die Diözese Münster hat eine Liste aller kirchlichen Betreuungs- und Entlastungsangebote für demenziell erkrankte Menschen zusammengestellt. Informationen gibt es beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick unter 02309/95700.
20.09.2008
Caritas-Sonntag nimmt benachteiligte Jugendliche in den Blick
Die Eröffnung des bundesweiten Caritas-Sonntags am 21. September findet im Limburger Dom statt. Die Gottesdienste und Feiern rücken die aktuelle Caritaskampagne für benachteiligte Jugendliche in den Mittelpunkt. Achten statt ächten lautet dabei das Motto. Bildung, Ausbildung und Arbeit sind für die Caritas zentrale Elemente, um der Ausgrenzung dieser Jugendlichen nachhaltig zu begegnen. In Limburg wird auch der hessische Ministerpräsident Roland Koch eine Rede halten.
Der Tag ist ein weiteres „Highlight“ zur diesjährigen Kampagne der Caritas mit dem Motto »Achten statt ächten – eine Initiative für benachteiligte Jugendliche«. Junge benachteiligte Menschen stärken und fördern, das ist das Anliegen zahlreicher innovativer Projekte im Bistum Limburg. Wir freuen uns, dass unser Ideen-Wettbewerb »Mach dich stark für starke Kinder im Bistum Limburg!« auf große Resonanz gestoßen ist. Die eingereichten Projekte zeigen, wie sich die Initiativen vor Ort erfolgreich für benachteiligte Kinder engagieren. Diesen Einsatz wollen wir entsprechend würdigen – und verleihen daher beim Empfang am Caritas-Sonntag die Preise in Höhe von 10.000 Euro, 5.000 Euro und 3.000 Euro.
08.09.2008
Leistungen in Sachen Pflege – die Caritas hilft
Beratung und Unterstützung bei Anträgen
Durch die Alterung der Gesellschaft wird auch die Zahl der demenziell erkrankten Menschen zunehmen. Die Pflegereform soll deswegen Verbesserungen für die Betroffenen beinhalten. Mit Beratungen, beispielsweise beim Ausfüllen von Anträgen, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick gerne behilflich.
Für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz im ambulanten Bereich – dazu gehören zum Beispiel viele demenziell erkrankte Menschen, aber auch psychisch kranke und geistig behinderte Menschen – werden die Leistungen angehoben. Bisher betrug der Betreuungsbetrag bis zu 460 Euro im Jahr. Seit dem 1. Juli 2008 erhalten die Betroffenen bis zu 100 Euro (Grundbetrag) oder bis zu 200 Euro (erhöhter Betrag) monatlich. "Im Jahr sind das bis zu 1.200 bzw. 2.400 Euro", erklärt Ursula Deiting-Pohl vom Caritasverband Waltrop / Oer-Erkenschwick.
Auch demenziell erkrankte Menschen mit einem geringeren Pflegebedarf, die noch nicht die Voraussetzungen der Pflegestufe I erfüllen, aber Betreuungsbedarf haben (so genannte „Pflegestufe 0“), können erstmals diese Leistungen erhalten. Die Höhe des Betrages wird von der Pflegekasse auf Empfehlung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) im Einzelfall festgelegt. "Wichtig zu wissen ist in diesem Zusammenhang: Das Geld kommt nicht automatisch, sondern muss beantragt werden", erklärt Christiane Jurgeleit-Höflich von der Caritas. Bei der Beratung vor Ort ist die Caritas ein erster Ansprechpartner: "Wir beraten gerne jeden Betroffenen und jeden Angehörigen, füllen bei Bedarf auch zu jederzeit gemeinsam mit den Betroffenen die notwendigen Anträge aus", erklärt Ursula Deiting-Pohl.
> Bericht von wm.tv zum Serviceangebot des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V.
02.09.2008
Urlaub ohne Koffer
Stadtranderholung der Caritas für Senioren
![]() Bild: Caritasmitarbeiterin Christiane Jurgeleit-Höflich und Teilnehmerin Gisela Klimek "Hand in Hand" (wie das diesjährige Motto der Stadtranderholung) |
Bild: Teilnehmerinnen Annemarie Nieswandt (links) und Dorothea Gesenhaus |
Einmal für ein paar Tage zu entspannen ohne den üblichen Organisationsstress und die Kofferpackerei: diese Möglichkeit bietet der Caritasverband Waltrop / Oer-Erkenschwick auch in diesem Jahr wieder zahlreichen Senioren bei der Stadtranderholung auf dem Gut Eickenscheidt in Waltrop. Bis zum 5. September finden sich unter dem Motto „Hand in Hand“ 26 Teilnehmer zusammen um ein ausgewogenes Programm an Unterhaltung und Entspannung geboten zu kommen.
„Dieses Jahr ist die Nachfrage so groß wie noch nie“, weiß Christiane Jurgeleit-Höflich, Mitarbeiterin der Caritas und Hauptorganisatorin der Stadtranderholung. „Wir freuen uns natürlich sehr darüber, dass das Angebot auf so viel Resonanz trifft und genutzt wird. Es ist schön, den Senioren eine angenehme Zeit bieten zu können. Für sie ist es wie Urlaub.“ Das Angebot richtet sich an alle, die nicht längerfristig verreisen können oder denen ein übliches Urlaubsangebot zu anstrengend ist. Die Teilnehmer werden morgens von Bussen direkt vor ihrer Haustür abgeholt und abends wieder nach Hause gebracht.
Insgesamt 24 ehrenamtliche Mitarbeiter engagieren sich über die ganze Woche verteilt für die Stadtranderholung und gestalten das Programm von 9 bis 16 Uhr mit. Jeden Tag gibt es ein reichhaltiges Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen, welcher von der Waltroper Bäckerei Strunk gespendet wird. Der Tagesablauf variiert, ein vielseitiges Spektrum and Freizeitaktivitäten wird angeboten. Neben Bingo, Basteln, Singen und Musizieren werden auch Handmassagen, ein Tanzcafé und Ausflüge angeboten. „Vor allem der Wiederkennungswert bei den Ausflügen ist uns wichtig“, betont Christiane Jurgeleit-Höflich, „Wir fahren zum Beispiel zum Hof Schürmann in Oer-Erkenschwick, bei dem noch traditionelle landwirtschaftliche Geräte wie früher verwendet werden. Viele Teilnehmer werden somit an damals erinnert und erzählen dann gerne aus ihrer Vergangenheit.“
Von diesem abwechslungsreichen Angebot hat die 80-jährige Annemarie Nieswandt in ihrer Nachbarschaft gehört, so ist sie auf die Stadtranderholung aufmerksam geworden. „Da ich dieses Jahr zum ersten Mal mitfahre, kann ich bis jetzt natürlich noch nicht so viel dazu sagen, aber bis jetzt gefällt mir alles sehr gut. Die Caritasmitarbeiter sind sehr freundlich und auch die ganze Atmosphäre gefällt mir sehr.“ Dorothea Gesenhaus stimmt ihr zu, sie nimmt ebenfalls zum ersten Mal an der Stadtranderholung teil: „Ich kann auch noch nicht so viel zum Programm sagen, das wird sich ja noch zeigen, aber eigentlich bin ich mir sicher, dass es schön wird. Ich habe beim Spielenachmittag der Caritas von der Stadtranderholung erfahren und alle haben es sehr empfohlen, da kann es ja nur gut werden!“
Enttäuscht werden kann sie nicht, das weiß Gisela Klimek, sie nimmt bereits seit 1998 jährlich an der Stadtranderholung teil: „Ich finde das Programm jedes Jahr einfach super. Die Musik gefällt mir besonders und auch die Tatsache, dass hier auf dem Gut Eickenscheidt so viel Platz und Natur ist, man hat hier viel Freiheit und kann zwischendurch auch richtig gut abschalten. Außerdem ist es schön, alte Bekannte, die auch schon öfter teilgenommen haben, wieder zu sehen und auch jedes Jahr neue Leute kennen zu lernen.“ Dafür zu sorgen, dass Freundschaften gepflegt werden und ein schönes Ambiente geboten wird, ist den Mitarbeitern der Caritas besonders wichtig. Claudia Kober vom Caritas-Team in Oer-Erkenschwick unterstützt Christiane Jurgeleit-Höflich bei ihrer Arbeit: „Dieses Jahr nehmen auch drei Teilnehmer aus Oer-Erkenschwick teil. Wir sind auch alle sehr froh, dass wir so viele Helfer haben, die für einen reibungslosen Ablauf sorgen.“ Die Stadtranderholung der Sozialstation der Caritas findet seit 1994 statt und wird voraussichtlich auch in den kommenden Jahren noch vielen Senioren einen „Urlaub ohne Koffer“ bieten.
01.08.2008
Arbeit der Fachstelle bewährt sich
Kooperation von Verwaltung und Sozialarbeit zeigt Auswirkungen
![]() |
Seit eineinhalb Jahren steht die städtische Notunterkunft Alter Graben 24 leer: Ein Hauptziel der Fachstelle – Verhinderung von Neueinweisungen in die Notunterkunft bei gleichzeitigem Abbau der bestehenden Obdachlosigkeit - ist damit erreicht.
"Durch die Arbeit der Fachstelle hat die Kommune, wie bereits zu Beginn der Fachstellenarbeit prognostiziert, Kosten für die Unterbringung von Wohnungslosen, für Renovierung, Modernisierung oder gar Neubau einer städtischen Notunterkunft gespart", sagt Ulrich Schauff von der Stadt Waltrop. Hinzu kommen Einsparungen für Folgekosten wie Sozialleistungen und die Fremdunterbringung von Kindern.
Und letztendlich bringt die leerstehende Notunterkunft durch den beabsichtigten Verkauf noch Geld in die Kasse der Stadt Waltrop.
Fast völlig eingespart hat die Fachstelle Gelder für die Übernahme von Mietrückständen.
Wurden im Jahr 2003 noch in zehn Fällen Mietrückstände zur Verhinderung von Wohnungsverlusten von der Fachstelle übernommen, so sank die Zahl der Übernahmen 2007 auf ein Darlehen für die Begleichung von Mietrückstände. "2006 mussten sogar gar keine Mietrückstände übernommen werden", erklärt Wulff Reschop vom Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V..
"Dies belegt in beeindruckender Weise die Qualität der Fachstellenarbeit in Waltrop, da im allgemeinen der Abbau von Obdachlosigkeit mit steigenden Kosten im Bereich der Prävention verbunden ist", sagt Reschop.
Der derzeitige Leerstand der städtischen Notunterkunft und der drastische Rückgang der Übernahmen von Mietrückständen wertet die Caritas als Ergebnis einer konsequenten, intensiven präventiven Arbeit der Fachstelle. "Hier hat sich auch die von Beginn der Fachstellenarbeit an gute und enge Zusammenarbeit von Verwaltung der Stadt Waltrop und der Sozialarbeit des Caritasverbandes ausgezahlt", bestätigt Ulrich Schauff. Die Einbeziehung fachstelleneigener Sozialarbeit zur Wohnungssicherung wird inzwischen von den meisten der rund 40 Fachstellen in NRW praktiziert.
Zu der positiven Entwicklung beigetragen hat auch die personelle Kontinuität innerhalb der Fachstelle in den letzten Jahren. Als Vorteil hat sich die Besetzung der städtischen Stelle in der Fachstelle mit einer ehemaligen Mitarbeiterin des „Wohnungsamtes“ erwiesen, da diese über enge Kontakte zu den Vermietern in Waltrop verfügt.
Obdachlosigkeit ist die unterste Stufe sozialer Diskriminierung auf die Menschen in unserer Gesellschaft hinabgestoßen werden können.
Die Kosten der Einweisung in eine Obdachlosenunterkunft übersteigen um ein Vielfaches die ihrer Verhinderung.
„Damit Wohnungslosigkeit und die damit verbundene Unterbringung in Notunterkünften auch weiterhin verhindert werden können, ist die präventive Arbeit weiter zu intensivieren", prognostiziert Wulff Reschop.
25.07.2008
Senioren fragen immer öfter die Caritas
Immer häufiger wenden sich ältere Menschen an die Caritas und suchen Unterstützung im Alltag. Fast 1.000 Beratungsgespräche mehr führten die Mitarbeiter in der Offenen Altenhilfe im vergangenen Jahr gegenüber 2006. Auch die Zahl der Ratsuchenden stieg weiter von 3.505 auf 3.875 an. Viele Fragen betreffen dabei Bereiche, für die nach der Reform der Pflegeversicherung in allen Bundesländern Pflegestützpunkte neu aufgebaut werden sollen. "Wir decken in der Caritas mit der Altenberatung seit Jahrzehnten einen Großteil der Anforderungen bereits ab", erklärt Hildegard Kuhlmann, Referatsleiterin Altenhilfe und Sozialstationen im Diözesancaritasverband Münster. Eng wird mit den Sozialstationen zusammengearbeitet. Informationen zu Hilfsmöglichkeiten und die Weitervermittlung zu Diensten nehmen fast ein Drittel der Beratungsarbeit ein.
Die meisten alten Menschen in den Beratungsstellen kommen mit mehr als einer Frage, wobei die Überforderung mit der häuslichen und familiären Pflegesituation an erster Stelle steht. Danach folgt gleich die sozialrechtliche Beratung zu Leistungen beispielsweise der Pflegeversicherung oder des Sozialamtes und wie diese beantragt werden können. Etwa die Hälfte der 9.400 Beratungsgespräche konnten dabei am Telefon erfolgen, aber die Jahresstatistik verzeichnet auch 2.480 Hausbesuche.
Um den seit Jahren steigenden Andrang bei praktisch gleichbleibender Mitarbeiterzahl auffangen zu können, arbeiten alle Beratungsstellen mit Ehrenamtlichen und Kooperationspartnern wie den Familienbildungsstätten zusammen. Dabei, so Kuhlmann, "greifen sie ständig neue Entwicklungen auf". Ausgebaut wird die Schulung von Seniorenbegleitern und immer häufiger engagieren sich die Caritas-Mitarbeiter in Arbeitskreisen zur demographischen Entwicklung in den Städten und Gemeinden, wo sie ihr Fachwissen einbringen können.
25.07.2008
Zugang zum Existenzminimum muss verbessert werden
Sozialrechtler der Caritas schlagen Alarm: Mehr als drei Jahre nach Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende ist es noch nicht gelungen, existenzsichernde Leistungen reibungslos zu gewähren.
Eine Umfrage unter bundesweit 128 Caritas-Beratungsstellen verdeutlicht, dass Bescheide ohne ausreichende Begründung oder nachvollziehbare Berechnungen ausgestellt werden oder persönliche Ansprechpartner nicht zeitnah erreichbar sind. "Das zum Leben und zur Teilhabe Notwendige muss schnell gewährt werden und darf nicht durch lange Bearbeitungszeiten, insbesondere von Widersprüchen, hinausgezögert werden", sagt Caritas-Präsident Peter Neher.
Die Beratungsstelllen der Caritas erleben immer wieder Menschen, die zeitweise ganz ohne Geld da stehen. Sie erhalten keine oder lediglich reduzierte Grundsicherungsleistungen, weil ihnen noch ausstehende Abfindungen ihres Arbeitgebers oder zu beantragendes Eltern- oder Kindergeld bereits als Einkommen angerechnet wird.
Probleme bereitet auch die Übernahme von Miet- und Heizkosten. Gerade die Heizkosten werden pauschaliert erbracht, ohne die steigenden Energiepreise zu berücksichtigen. Die Caritas unterstützt Menschen dabei, dass sie die ihnen zustehenden Leistungen auch bekommen. "Erforderlich ist, dass jeder Bedürftige sich darauf verlassen kann, dass er die ihm rechtlich zustehende staatliche Hilfe auch schnell und reibungslos bekommt. Dies ist bisher noch nicht gelungen", sagt Neher.
01.07.2008
Armutsbericht zeigt massiven Handlungsbedarf - Caritas fordert unabhängigen Sachverständigenrat
Der 3. Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung zeigt erneut, dass es eine wachsende Spaltung der Gesellschaft in Deutschland gibt. So leben elf Prozent der Bevölkerung dauerhaft an der Armutsgrenze. "Diese Zahl weist auf einen massiven Handlungsbedarf in Politik und Gesellschaft hin", macht Caritas-Präsident Peter Neher deutlich.
Besonders dramatisch stellt sich die Situation für die Altersgruppe der 25 bis 35-Jährigen dar. Hier sind 17 Prozent dauerhaft ohne einen beruflichen Bildungsabschluss und haben damit eine schlechte Perspektive auf dem Arbeitsmarkt. In den letzten zehn Jahren ist dieser Anteil um vier Prozentpunkte gewachsen. "Diese Gruppe der gering Qualifizierten hat kaum mehr eine Chance, sich aus einem Leben in Armut zu befreien", mahnt Neher.
Die Caritas kritisiert, dass es auch im 3. Armuts- und Reichtumsbericht nicht gelungen ist, zwischen einer sachlichen Analyse und einem wertenden politischen Teil zu trennen. Deswegen schlägt Neher vor, einen unabhängigen Expertenrat vergleichbar dem Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung mit der Berichterstattung zu beauftragen. "Wir sind überzeugt, dass dies dazu beitragen wird, nachhaltige Lösungen für dieses gravierende sozialpolitische Problem zu finden", so Neher. Die Vorschläge eines unabhängigen Expertengremiums könnten über alle Parteigrenzen hinweg Gehör finden und eine dringend erforderliche nachhaltige Politik der Armutsbekämpfung und Armutsprävention einleiten. Bereits bei der Vorstellung des 2. Armuts- und Reichtumsberichts im Jahr 2005 hatte der Deutsche Caritasverband die Einrichtung eines unabhängigen Expertengremiums gefordert.
23.06.2008
Abschlussfest der Schularbeitenhilfe
![]() Bild: Sommerfest der Caritas |
22 Kinder und ihre Eltern feierten im Pfarrgarten von St. Marien den erfolgreichen Abschluss des Schuljahres und ihre Versetzung .
Vorbereitet hatten das Fest die Eltern der Kinder und die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Schularbeitenhilfe des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V.
So gab es neben vielen Spielen ein großes Buffet mit Salaten und türkischen, asiatischen und deutschen Spezialitäten vom Grill.
Alle Kinder, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erhielten eine CD mit den schönsten Fotos von den Festen und Ausflügen des vergangenen Schuljahres.
Höhepunkt war ein Luftballonwettbewerb zum Abschluss des Nachmittages.
Wie auch in den Vorjahren unterstützte die Pfarrgemeinde St. Marien die Abschlussparty der SAH.
Auch die Weihnachtsfeier, das gemeinsame Frühstück und das sommerliche Grillen für Alleinstehende sind seit vielen Jahren fester Bestandteil der guten Zusammenarbeit der Kirchengemeinde mit der Beratungsstelle der Caritas.
Zu Beginn des neuen Schuljahres nach den Sommerferien können noch Kinder, die die Waltroper Grundschulen besuchen, neu aufgenommen werden.
Anmeldungen in der Beratungsstelle des Caritasverbandes in der Bahnhofstr. 26, Tel.: 95 70 50.
23.06.2008
Generationsübergreifende Freiwilligendienste sind Zeichen der Solidarität
Die Arbeit von Ehrenamtlichen ist nicht nur bei der Caritas Waltrop/Oer-Erkenschwick erfolgreich. "Mit diesem Programm ist es gelungen, Menschen für freiwilliges Engagement zu gewinnen, die wir bislang weniger im Blick hatten", stellt Caritas-Präsident Peter Neher zum Modellprogramm des Generationsübergreifenden Freiwilligendienstes (GFD) fest.
So hätten sich überraschend viele Menschen in Projekten des dreijährigen Programms freiwillig engagiert, die von Arbeitslosigkeit und Benachteiligung betroffen waren. "Die Herausforderung und Chance bestand darin, die jeweils passende Aufgabe für die einzelnen Personen zu finden", macht Neher deutlich. Die Erfahrung zeige auch, dass Menschen in einer schwierigen finanziellen Situation eine höhere Erstattung ihres Aufwandes bekommen müssten als besser situierte Personen. Großes Interesse an den Projekten des GFD hatten auch Menschen mit Migrationshintergrund gezeigt; angefragt war ein freiwilliger und unentgeltlicher Einsatz von 20 Stunden pro Woche für mindestens drei Monate oder zehn Stunden pro Woche für mindestens sechs Monate. Der Deutsche Caritasverband (DCV) hatte sich an dem vom Bundesfamilienministerium ausgeschriebenen Modellprogramm zusammen mit der katholischen Bundesarbeitsgemeinschaft für Freiwilligendienste beteiligt.
"Nach fast drei Jahren wird deutlich, wie viele Menschen aus ganz unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen und Generationen sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren wollen", so Neher. Gleichzeitig habe die Modellphase gezeigt, dass eine Klärung des Status von Freiwilligen dringend erforderlich sei. Auch seien die Einrichtungen und Dienste, die GFD anböten, auf eine stärkere Unterstützung in der Qualifizierung, Koordination und Begleitung der Freiwilligen angewiesen.
Die Caritas Waltrop/Oer-Erkenschwick bietet Fortbildungen für Ehrenamtliche zum Seniorenbegleiter an. Nächstes Jahr wird es ein neues Kursangebot geben. Weitere Informationen dazu unter 02309/95700.
16.06.2008
Stadtranderholung 2008 – Hand in Hand
Anmeldungen für Aktion ab sofort möglich
Die Stadtranderholung 2008 des Caritasverbandes Waltrop/ Oer-Erkenschwick e.V. steht vor der Tür.
Dazu möchten wir herzlich einladen! Unter dem Motto „Hand in Hand“ möchten wir wieder eine unterhaltsame und gesellige Zeit verbringen. Auf Gut Eickenscheidt erwartet die Gäste ein abwechselungsreiches Programm. Ausflüge, Aufführungen und ein Verwöhntag für Körper, Geist und Seele werden sicherlich viel Freude bereiten. Unser engagiertes Helferteam freut sich schon auf die gemeinsame Zeit, das Wiedersehen von bekannten Gesichtern und das Kennen lernen neuer Teilnehmer.
Die Stadtranderholung findet vom 01.09.-05.09.2008 auf Gut Eickenscheidt, Kanalstr. 49 in Waltrop statt. Die Teilnehmergebühr beträgt inklusive Fahrdienst 159,- €, ohne Fahrdienst 130,- €. Sämtliche Aktivitäten und Mahlzeiten sind im Preis enthalten. Bei der Vermittlung eines Behindertenfahrdienstes können wir Ihnen gerne behilflich sein. Das Programm beginnt morgens um 9.00 Uhr und endet gegen 16.00 Uhr. Bitte Decke und ein kleines Kopfkissen mitbringen.
Interessenten melden sich bitte bis zum 15.08.08 mit dem beiliegenden Anmeldeformular an. Die Teilnahmegebühr ist ebenfalls bis zum 15.08.08 auf das Konto Sparkasse Vest, Kto-Nr.: 800 139 31, BLZ: 426 501 50 zu überweisen. Die Überweisung dient gleichzeitig als Teilnahmebestätigung. Wir freuen uns auf Ihr Kommen
Information und Auskunft für:
Waltrop, Christiane Jurgeleit-Höflich, Tel. 0 23 09/ 95 70 0
Oer-Erkenschwick, Sonja Lobert, Tel. 0 23 68/ 89 09 0
29.05.2008
Betreuung behinderter Menschen stößt an Grenzen
Der Gesetzgeber hat seit 1991 behinderten Menschen den Weg geöffnet und ihnen schrittweise mehr Rechte und Selbständigkeit gegeben. Die Behindertenhilfe der Caritas in der Diözese Münster hat die Chance genutzt, für den Einzelnen passende Betreuungs- und Wohnformen zu entwickeln, stößt aber jetzt an Grenzen. Heimgesetz, Sozialgesetzbuch XII und Verwaltungsregelungen stimmen nicht immer mit den persönlichen Wünschen und Bedürfnissen der behinderten Menschen überein. Dies wurde in der Diskussion der Mitgliederversammlung der Diözesanen Arbeitsgemeinschaft der Behindertenhilfe (DiAG) der Caritas in der Diözese Münster deutlich. Die Caritas in der Diözese Münster bietet 10.500 behinderten Menschen ambulante Betreuung, Wohnplätze und Arbeit in Werkstätten.
Auslöser der Diskussion war die Frage, wer künftig über die insgesamt rund drei Milliarden Euro verfügt, die jährlich für Wohnheim- und Werkstattplätze in Nordhrein-Westfalen ausgegeben werden. Bis 2010 will die Landesregierung entscheiden, ob die Zuständigkeit weiterhin wie bisher bei den Landschaftsver-bänden liegen soll oder die Kommunen künftig die Hilfen bewilligen. Die Mitglieder der DiAG sprachen sich dafür aus, ambulante und stationäre Hilfen in einer Hand zu belassen. Hinzu kommen müssten offenen Hilfen wie die Beratung.
Die Behindertenhilfe stösst an weitere Grenzen, wie im Bericht des Vorsitzenden der DiAG, Hermann Schedding (Stift Tilbeck, Havixbeck) deutlich wurde: Seit mehreren Jahren seien die Pflegesätze nicht angehoben worden. Jetzt zeichne sich nach drei Jahren erstmals wieder eine Tariferhöhung für die Mitarbeiter ab. Sparpotentiale seien bereits ausgeschöpft, so dass die Einrichtungen bereits zulasten der Substanz der Mitarbeiter arbeiteten. In den Pflegesatzverhandlungen 2009 müsse deshalb auf eine Erhöhung gedrängt werden.
Schedding forderte die Einrichtungen der Caritas zu einem gemeinsamen Vorgehen auf.
29.05.2008
Jeden Tag ein frisches Mittagsessen
Essen à la carte: Bei der Caritas hat der Mittagstisch nicht nur einen guten Namen
![]() Bild: Kunde Joseph Friedrich Holtermann |
![]() Bild: Eine Szene aus der Küche |
„Essen à la carte“ – hinter diesem Begriff steckt beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V. eine große Angebotspalette an über 120 Menüs, die von Vollkost über zuckerfreie, kalorienarme oder cholesterinarme Speisen bis hin zu Mini-Menüs reicht. Jedes Gericht ist auch als Diät-Version erhältlich. Die tägliche Auslieferung frischer Speisen garantiert eine nahrhafte und ausgewogene Mahlzeit ohne beschwerliches Einkaufen und zeitaufwändiges Kochen, auch an Wochenenden und Feiertagen.
Neben den stets variierenden frischen Gerichten liefern die engagierten Caritasmitarbeiter auf Wunsch auch Tiefkühlkost mit zusätzlichem Aufheizgerät sowie „Überraschungsdesserts“ und Kuchen. Die frischen Gerichte werden 70 Minuten lang bei 110°C in Konvektoren erhitzt und anschließend in Einzelthermoboxen verpackt. „Wir haben ein internes System entwickelt, die Thermoboxen werden mit farbigen Punkten markiert, damit wir auch von außen erkennen um welches Menü es sich handelt, blau steht zum Beispiel für Diätkost oder ein zuckerfreier Menü“, erläutert Sandra Köbis, Caritasmitarbeitern im „Essen à la carte“-Team. Besonders beliebt sind neben Sauerbraten, Hühnchen, Frikadellen und Eintöpfen auch Fischgerichte wie Frühlingsscholle und Schlemmerfilet sowie die leichten Gerichte für den kleinen Hunger wie Milchreis oder Rührei mit Spinat. „Montags teilen wir die Listen aus, auf denen die Kunden ihre Menüwünsche für die kommende Woche notieren. Bis dienstags oder mittwochs kommen diese zurück und unser Team organisiert die Bestellungen.“ Im Schnitt sind dies regelmäßig rund einhundert Bestellungen in Waltrop und Oer-Erkenschwick. Sandra Köbis macht die Arbeit Spaß, „es ist schön, dass die Mitarbeiter meistens die gleichen Routen fahren, so bleibt man gut mit den Leuten, die man beliefert, in Kontakt und sieht sie oft.“
Joseph Friedrich Holtermann ist 94 Jahre alt, seit fast acht Jahren nutzt er den „Essen á la carte“-Service. „Die Gerichte sind stets sehr lecker und ich bin sehr zufrieden mit den Caritasmitarbeitern, sie sind immer freundlich und aufgeschlossen.“ Seine Frau wurde damals von der Caritas betreut, so erfuhr er vom Angebot, sich das Mittagessen frisch liefern zu lassen. Am liebsten isst er Gemüse, Rotkohl und Sauerkraut und wählt so die Menüs nach seinem Geschmack aus. Manchmal probiert er aber auch gerne etwas Neues aus: „Das gefällt mir an dem Angebot. Ich esse zwar meistens Altbewährtes was ich kenne, aber die Auswahl ist abwechslungsreich, man kann auch mal was Neues wagen.“
29.05.2008
Kinder haben ein Recht auf individuelle Förderung
„Wir müssen auf allen gesellschaftlichen Ebenen aktiv werden, um die Lern- und Entwicklungschancen von benachteiligten Kindern nachhaltig zu verbessern“, mahnt Caritas-Präsident Peter Neher angesichts der Ergebnisse des UNICEF Berichts „Zur Lage der Kinder in Deutschland“. „Der frühe Ausschluss einer großen Zahl von Kindern von gesellschaftlicher Teilhabe und die damit verbundene Einschränkung ihrer Entwicklungschancen kann in einem reichen Land wie Deutschland nicht länger hingenommen werden. Wir können und dürfen es uns nicht leisten, einer wachsenden Zahl von Kindern und Jugendlichen die Perspektiven zu nehmen.“
Die Bericht belegt erneut: Von Kinderarmut besonders betroffen sind Kinder von Alleinerziehenden, aus ausländischen Familien, aus bildungsfernen Haushalten und von arbeitslosen Eltern. Gefordert sei jetzt eine gemeinsame Anstrengung aller staatlichen Ebenen und der Zivilgesellschaft zur Förderung der Ressourcen und Stärken jedes einzelnen Kindes. „Notwendig sind die materielle Stärkung der Familien, eine individuelle Förderung in Kindertagesstätte und Schule, die Schaffung kinderfreundlicher Lebensräume und Wohnbedingungen, Gesundheitsprävention und die Bereitstellung individueller Hilfe und Unterstützungssysteme“, fordert Neher.
Der Deutsche Caritasverband bietet in seinen Einrichtungen und Diensten eine Vielzahl von Hilfen an, um benachteiligten Kindern und Jugendlichen gute Startchancen zu ermöglichen. Die Caritas setzt dabei gleichermaßen auf eine Unterstützung von Eltern und Kindern. „Ziel muss der Aufbau einer Unterstützungskette von der Geburt bis zur Berufsausbildung sein“, so Neher. Kinder und Jugendliche in Armut müssten über alle institutionellen Übergänge hinweg frühzeitige und kontinuierliche Begleitung und Unterstützung erhalten.
Infos beim Caritasverband WaltropOer-Erkenschwick: Wulff Reschop, 02309/95700
19.05.2008
Service aus einer Hand
Caritas begleitet Pflegebedürftige und Angehörige
Die „Psychosoziale Beratung und Begleitung“ und die „Betreuerischen Hilfen im Einzelfall“ sind zwei Beispiele für eine umfangreiche Wohnbegleitung für Senioren, wie sie der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V. leistet – für ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben in der eigenen Wohnung. „Wir arbeiten auch mit anderen Beratungs- und Kontaktstellen zusammen, so dass wir bei Bedarf auch an andere Leistungsträger weiter vermitteln können“, erklärt Christiane Jurgeleit-Höflich, beim Caritasverband für die persönlich betreuten Hilfen in Waltrop verantwortlich. Das Angebot, an dem 27 ehrenamtliche Helfer beteiligt sind, wird vom Kreis Recklinghausen gefördert.
In der Jahresdokumentation der betreuerischen Hilfen für 2007 listet die Caritas die Zahlen der Beratungskontakte zu Pflegebedürftigen und Angehörigen auf. Auffällig dabei: Nur fünf bis zehn Prozent entfallen auf die direkt Betroffenen, also die Pflegebedürftigen. Der große Rest setzt sich aus Beratungskontakten zu Angehörigen und Dritten zusammen. Zum Vergleich: Derweil es in Oer-Erkenschwick und Waltrop zusammen 70 Betroffene für das Jahr 2007 gibt (bei 158 Betroffenen insgesamt, also Alt- und Neufälle), sind es 1088 Kontakte insgesamt – das liegt begründet in der engen Zusammenarbeit zwischen Betroffenen und Caritas.
Zwei Drittel aller Betroffenen sind übrigens Frauen, die meisten Personen sind 80 Jahre und älter. Der überwiegende Teil setzt sich aus Besuchen und Gesprächen in Einzelbetreuung und aus Gruppenarbeit zusammen. „Durch diese Maßnahmen sollen pflegende Angehörige entlastet werden. Allein lebende Senioren können so am Gesellschaftsleben teilhaben“, erklärt Caritas-Mitarbeiterin Sonja Lobert.
1299 Beratungskontakte der psychosozialen Beratung und Begleitung hat die Caritas für 2007 in Waltrop und Oer-Erkenschwick zusammen gezählt (721 in Oer-Erkenschwick, 578 in Waltrop). „Wir beraten Senioren, Pflegebedürftige und deren Angehörige in sozialrechtlichen, finanziellen und persönlichen Fragen“, erklärt Claudia Kober. „Unser Fachpersonal entwickelt gemeinsam mit den Betroffenen Lösungsmöglichkeiten, um die Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden zu bewahren und die ungeliebte und zudem kostspielige Heimaufnahme zu verhindern“. Tatsächlich ging es in der Praxis in den Gesprächen vor allem um eine psychosoziale Beratung oder Lebensberatung sowie um Info-Gespräche mit Angehörigen und sonstigen Bezugspersonen.
Mit dem Beratungsdienst möchte die Caritas die Selbständigkeit von Senioren bewahren, damit diese so lange wie möglich zu Hause leben können. „Das ist für die meisten älteren Menschen von besonderer Bedeutung“, erklärt Christiane Jurgeleit-Höflich.
Hinweis: Detaillierte Zahlen erhalten Sie auf Wunsch bei der Caritas unter info@caritas-waltrop-oer-erkenschwick.de sowie unter 02309/95700.
12.05.2008
Ehrenamtliche beenden erfolgreich Fortbildung zum Seniorenbegleiter
Nächstes Jahr neues Kursangebot
Seit Dezember letzten Jahres nahmen 16 Frauen und 2 Männer aus Waltrop, Oer-Erkenschwick und Marl an der Fortbildung zur/zum Seniorenbegleiter/in für Menschen mit Demenz teil, die sie jetzt erfolgreich abschlossen. Die Fortbildung für Ehrenamtliche wurde bereits zum zweiten Mal vom Caritasverband in Kooperation mit der ev. Heimvolkshochschule Haus Haard durchgeführt. In einem festlichen Rahmen wurde von den Kursleiterinnen Christiane Jurgeleit-Höflich und Sonja Lobert folgenden Teilnehmer/innen das Zertifikat überreicht: Petra Albrecht, Anja Brechtel, Gertrud Bringmann, Franz-Josef Burchot, Ulrike Hagn, Manuela Hepke, Cornelia Ketzler, Susann Laag, Rita Leidag, Erika Mackenberg, Monika Schneider, Brigitte Steuer, Marianne Plitt, Christiane Kazimirowicz und Helga Hundt, alle aus Waltrop, Guntram Kaiser aus Marl, sowie Marie-Theres Himmeröder und Sabina Lübbers aus Oer-Erkenschwick.
Während der Schulungseinheiten wurde Basiswissen zu gerontopsychiatrischen Krankheitsbildern vermittelt, sowie pflegerisches Grundwissen und Umgang in Notfallsituationen, Kommunikation und Gesprächsführung, Umgang und Beschäftigung mit demenzkranken Menschen und rechtliche Grundlagen.
Eine Einheit beschäftigte sich mit der Situation der pflegenden Angehörigen, die durch den Einsatz der Seniorenbegleiter entlastet werden sollen. Der Caritasverband bietet Gruppenangebote und häusliche Betreuung im Rahmen der „persönlichen betreuerischen Hilfen im Einzelfall“ an, die vom Kreis Recklinghausen gefördert werden.
Auch im nächsten Jahr wird die Schulung für Interessenten angeboten, die sich in der Seniorenarbeit ehrenamtlich engagieren möchten.
Information und Auskunft für:
Waltrop, Christiane Jurgeleit-Höflich, Tel. 0 23 09/ 95 70 0
Oer-Erkenschwick, Sonja Lobert, Tel. 0 23 68/ 89 09
06.05.2008
Deutliche Entlastung in der Pflege durch Kombination der Verbesserungen
Ab 1. Juli mehr Geld für Betreuung demenzkranker Menschen/Sozialstationen der Caritas beraten Patienten
Einzeln erscheinen die Verbesserungen in der Pflegeversicherung gering. "Aber sie lassen sich kombinieren und können ab dem 1. Juli zu spürbaren Verbesserungen für Patienten und ihre pflegenden Angehörigen führen", erklärt Hedwig Overhoff, Referentin im Diözesancaritasverband Münster. Die Caritas schult derzeit ihre rund 3.000 Mitarbeiter in 85 Sozialstationen, damit sie in Beratungsgesprächen mit den Patienten die einzelnen Bausteine sinnvoll zusammenfügen können. Eine Übersicht über die Verbesserungen ist abrufbar im Internet unter www.dicvmuenster.caritas.de/2622.html.
Möglich ist künftig beispielsweise eine verbesserte Kombination von die Tagespflege mit ambulanter Pflege zuhause. Dies ist für Overhoff eine wichtige Änderung, denn sie hilft berufstätigen Angehörigen. Entlastung erfahren insbesondere auch die pflegenden Angehörigen demenzkranker Menschen, denn für sie gibt es künftig bereits in Pflegestufe O einen Betreuungsbetrag. In den höheren Stufen ist er deutlich angehoben und wird es ermöglichen, je nach Vergütungssatz für vier bis zehn Stunden pro Woche einen Begleiter zu bezahle, so Overhoff.
Pflegende Angehörige können künftig bereits nach sechs Monaten Betreuung die Verhinderungspflege in Anspruch nehmen statt erst nach einem Jahr, um zum Beispiel im Urlaub neue Kraft zu schöpfen. Verkürzt worden sind auch die Fristen, in denen der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) Begutachtungen vorlegen muss. Bei Pflege muss das Gutachten nach fünf Wochen vorliegen, im Fall eines Hospizaufenthalts oder bei Palliativversorgung bereits nach einer Woche.
Erstmals werden die Pflegesätze 13 Jahre nach Einführung der Pflegeversicherung angehoben und das gerade einmal um zwei Prozent. Trotzdem begrüßt die Caritas die Reform als Schritt in die richtige Richtung. Informationen gibt es beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick bei Ursula Deiting-Pohl, Tel. 02309/95700.
05.05.2008
Ein Getränk auf die Schnelle
Jeden Mittwoch liefert der Getränke-Express der Caritas frisches Wasser – und mehr
![]() |
![]() |
Ingrid Wojdyla lässt sich seit zwei Jahren ihre Getränke vom Caritasverband nach Hause liefern. Beim „Getränke-Express“ bestellt sie regelmäßig einen Kasten Wasser, wenn Feiern anstehen auch mal Bier oder was sie sonst benötigt: „Ein Anruf genügt und ich weiß, dass ich die gewünschten Getränke bis in meine Vorratskammer geliefert bekomme. Außerdem wird das Leergut wieder mitgenommen. Der Service ist wunderbar und sehr empfehlenswert.“ Neben Wasser und Bier beinhaltet die Auswahl des „Getränke-Express“ auch Säfte, Malzbier und Cola. Für die 58-jährige ist das Tragen der Getränkekästen seit einer Hüftoperation zu anstrengend, das Angebot der Caritas empfindet sie als äußerst hilfreich.
Durch eine Bekannte, Caritas-Mitarbeiterin Anja Ungewitter, ist sie auf den „Getränke-Express“ aufmerksam geworden. Die Preise sind zwar etwas höher als im Getränkemarkt, jedoch ist darin die Anlieferung enthalten. „Die paar Cent sind es definitiv wert“, findet Ingrid Wojdyla, „ich muss mir nun keine Sorgen mehr machen, wie ich die schweren Kästen in meine Wohnung bekomme.“
Sandra Köbis, Mitarbeiterin beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V., weiß: „Mineralwasser wird am häufigsten bestellt. Natürlich haben wir nicht bloß eine Sorte im Angebot sondern viele verschiedene Marken und unterschiedliche Arten, von stillem Wasser über Medium bis zu welchem mit viel Kohlensäure.“ Die Zahl der Bestellungen variiert ständig, wenn große Feiern anstehen, bestellen die Kunden mehr. Wenn jene, die sonst die Getränkewünsche ihrer Angehörigen erfüllen, in den Urlaub fahren, greifen sie auf das Angebot der Caritas zurück um ihre Familienmitglieder versorgt zu wissen.
Der „Getränke-Express“ liefert immer mittwochs. Nicht nur telefonisch, auch online auf der Website des Caritasverband unter http://www.caritas-waltrop-oer-erkenschwick.de kann man den Service nutzen und Getränke bestellen.
27.04.2008
Caritas: Entlohnung in der Pflege weit oberhalb diskutierter Mindestlöhne
Die Arbeitsgemeinschaft caritativer Unternehmen (AcU) und der Verband diakonischer Dienstgeber in Deutschland (VdDD) haben sich gegen einen Mindestlohn in der Pflege ausgesprochen. Durch die in der Meldung gewählte Überschrift "Dienstgeberverbände von Caritas und Diakonie gegen gesetzlichen Mindestlohn" konnte der Eindruck entstehen, die AcU sei der Dienstgeberverband der Caritas. Ebenso entstand der Eindruck, Pflegekräfte würden bei der Caritas unter Mindestlohn bezahlt. Beides entspricht nicht den Tatsachen.
"In den Pflegeeinrichtungen der Caritas werden den Pflegekräften Löhne gezahlt, die weit oberhalb aller derzeit diskutierten Mindestlöhne liegen", so Caritas-Präsident Peter Neher. Zur Frage eines Mindestlohns in der Pflege habe sich die Caritas noch nicht abschließend positioniert. Einerseits könne ein Mindestlohn Pflegekräfte schützen. Es bestehe aber auch die Gefahr, dass Kostenträger dann nur noch den Mindestlohn erstatten wollten und faire Löhne weiter unter Druck kommen könnten.
"Die Kompetenz für tarifpolitische Festlegungen liegt allein bei der Arbeits-rechtlichen Kommission, die sich aus Vertretern der Dienstnehmer und der Dienstgeber paritätisch zusammensetzt", macht Neher deutlich. Die Dienstgeberseite in der Arbeitsrechtlichen Kommission habe sich bis jetzt in der Frage eines gesetzlichen Mindestlohns in der Pflege nicht festgelegt.
Die Frage branchenspezifischer Mindestlöhne in der Pflege bzw. der Allgemeinverbindlichkeit eines Tarifs für diese Branche ist zu unterscheiden von der Frage eines bundesweit gültigen gesetzlichen Mindestlohns. In der Frage eines gesetzlichen Mindestlohns habe sich der DCV deutlich dafür ausgesprochen, eine Regelung zu finden, die die Beschäftigungschancen für gering qualifizierte Menschen erhalte.
"Die Meinung der AcU stellt einen Beitrag innerhalb des Meinungsbildungsprozesses in der Caritas dar. Sie ist keinesfalls als Caritas-Meinung zu verstehen", so Neher.
Informationen bei der Caritas: Geschäftsführer Rainer Kubik, Tel. 02309/95700
16.04.2008
Familien nicht stigmatisieren
Die Kinder zu schützen, aber die Eltern deshalb nicht unter Generalverdacht zu stellen, muss aus Sicht der Caritas in der Diözese Münster das Ziel neuer Modelle in der Jugendhilfe sein. Um Konsequenzen für die eigene Arbeit aus dem "Fall Kevin" und zahlreichen weiteren Fällen von Kindesmisshandlung zu ziehen, diskutierten rund 60 Mitarbeiter aus Diensten und Einrichtungen der Caritas auf einer Fachtagung in Münster. Dabei standen die Einschätzung und Diagnostik eines Gefährdungsrisikos von Kindern sowie Interventionsmöglichkeiten der Jugendhilfe im Mittelpunkt der Diskussion.
Barbara Kick-Förster, Referentin beim Diözesancaritasverband, betonte die Verantwortungsgemeinschaft aller lokalen Akteure beim Kindesschutz. Angesichts der spektakulären Fälle von Kindesmisshandlung in letzter Zeit dürfe es aber nicht wieder zu einer "repressiven und stigmatisierenden Jugendhilfe" kommen. Frühwarnsysteme, die dem Anliegen des Kindesschutzes Rechnung tragen und gleichzeitig die Eltern nicht unter Generalverdacht stellen, müssten daher ausreichend gefördert werden. "Die Umsetzung des Schutzauftrages hat auch was mit der Finanzierung zu tun", so Kick-Förster.
Sich "selbstkritisch mit der eigenen Arbeitsweise auseinander setzen", forderte Peter Frings, Justitiar beim Diözesancaritasverband, bei der Vorstellung des Untersuchungsberichts der Bremischen Bürgerschaft zum "Fall Kevin". Der Bericht zeige massive Verfahrensfehler der handelnden Personen auf, aus denen die eigenen Dienste lernen müssten.
Johannes Röttgen, Koordinator der Familienhilfen beim Caritasverband Münster, skizzierte, wie eine sachgerechte Risikoeinschätzung des Kindeswohls vorgenommen werden kann. Auf Gefährdungen des Kindes müsse mit möglichst konkreten Auflagen und Aufträgen an die Eltern reagiert und hilfreiche Bedingungen für deren Umsetzung geschaffen werden.
13.04.2008
Hart am Limit -- Halt
Projekt soll Alkoholmissbrauch bei Jugendlichen entgegen wirken
Die Statistik spricht eine deutliche Sprache: Auf über 19.000 jährlich hat sich seit 2000 bundesweit die Zahl der Jugendlichen verdoppelt, die so stark über den Durst getrunken haben, dass sie ins Krankenhaus eingeliefert werden mussten. Grund genug für die Caritas-Gemeinschafts-Stiftung im Bistum Münster die Suchtprävention zu unterstützen. Mit 1.000 Euro wird das im vergangenen Herbst gestartete Projekt "Hart am Limit -- Halt" unterstützt. Es greift direkt ein, wenn ein Jugendlicher wegen exzessiven Alkoholmissbrauchs medizinisch behandelt werden musste. In Gesprächen mit ihm und seinen Eltern wollen die Mitarbeiter erreichen, dass künftig nur noch in Maßen getrunken wird. "Halt" soll möglichst frühzeitig eingreifen, "damit der Karren erst gar nicht in den Dreck fährt", erklärte Domkapitular Dieter Geerlings, Vorsitzender der Caritas-Gemeinschafts-Stiftung Münster. Weitere 1.500 Euro aus den Erträgen der Stiftung sind vor kurzem an den Kreiscaritasverband Coesfeld übergeben worden.
05.04.2008
Sozialpädagogische Gruppenarbeit wichtiger Baustein
Fördermitgliedschaft für eine sichere Zukunft
![]() |
![]() |
Die sozialpädagogische Gruppenarbeit des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick bleibt ein wichtiger Baustein in der schulischen Förderung von Kindern. Im vergangenen Jahr wurden 34 Kinder an fünf Tagen betreut und gefördert. Mit einer Fördermitgliedschaft kann die wichtige Caritasarbeit jetzt unterstützt werden. 31 der betreuten Kinder besuchten die Waltroper Grundschulen, drei Kinder die Eingangsklassen der Realschule. 26 Kinder stammten aus Migrantenfamilien. „Die Kinder werden direkt durch die Eltern, in der Regel auf Empfehlung der jeweiligen Lehrer hin, angemeldet“, erklärt Wulff Reschop, der seit vielen Jahren für die sozialpädagogische Gruppenarbeit verantwortlich ist.
In den Anmeldegesprächen insbesondere mit den Eltern mit Migrationshintergrund werde deutlich, welch hohen Stellenwert diese einer erfolgreichen Schullaufbahn im Hinblick auf die zukünftige Ausbildungsfähigkeit ihrer Kinder beimessen.
Neun Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, zukünftige Lehrer und eine türkische Erzieherin, sind für die sozialpädagogische Gruppenarbeit tätig. Im vergangenen Jahr nahmen sie an einer Schulung des Jugendamtes der Stadt Waltrop zum Thema Kindeswohlgefährdung (§ 8a SGB VIII) teil. Neben der Zusammenarbeit mit Eltern und Schulen bestehen Kontakte zur regionalen Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen (RAA) in Dortmund: „Wir arbeiten hier vor allem beim Schwerpunkt Integration von Migrantenkindern mit der Arbeitsstelle zusammen“, erklärt Wulff Reschop.
Trotz der erfolgreichen Arbeit muss die Caritas um den Fortbestand der Gruppenarbeit kämpfen: „Zur Kompensation des finanziellen Defizites der sozialpädagogischen Gruppenarbeit mussten die Elternbeiträge erneut angehoben werden“, erklärt Wulff Reschop. Hilfe bekam die Caritas weiterhin durch die St. Peter-Gemeinde und auch der Kirchenvorstand der Mariengemeinde sagte eine einmalige Unterstützung zu.
Um die Arbeit fortführen zu können, bietet die Caritas ab sofort eine Fördermitgliedschaft an. „Wir suchen Menschen, die erkennen, wie wichtig diese integrative Arbeit ist und ihren Beitrag leisten wollen“, erklärt Wulff Reschop. Der Vorteil des Konzeptes: Man wird kein Mitglied in einem Verein, bindet sich nicht für eine feste Zeit und tritt nicht für eine feste Spendensumme ein. „Alles ist frei wählbar, da wir glauben, dass die Menschen selber am besten wissen, was ihnen die Bildung unserer Kinder wert ist“, erklärt Wulff Reschop.
Informationen zur sozialpädagogischen Gruppenarbeit und zur Fördermitgliedschaft gibt es bei der Caritas, Tel. 957050.
01.04.2008
Caritas fordert Qualitätsstandards auch bei privaten Anbietern von Kinderbetreuung
Der vom Bundesfamilienministerium Familie, Frauen, Senioren und Jugend vorgelegte Referentenentwurf für das neue Kinderförderungsgesetz sieht staatliche Investitionszuschüsse auch an gewerbliche Anbieter von Kinderbetreuungseinrichtungen vor. Der Deutsche Caritasverband (DCV) stellt dazu fest, dass bereits jetzt laufende Kosten privater Träger über die Kommunen bezuschusst werden. Zudem können sich die Bundesländer an den Investitionskosten privater Träger beteiligen. Insofern gibt es keine Notwendigkeit, diese Regelungen zu erweitern.
Bei der Investitionsförderung von privaten Trägern sind Sicherungen nötig. Gemeinnützige Einrichtungen wie die Caritas dürfen keine Gewinne ausschütten. Das heißt Erlöse müssen wieder in die soziale Arbeit reinvestiert werden. Ohne eine solche Sicherung ist ein Investitionszuschuss für gewinnorientierte Träger zumindest riskant. "Wir fordern verbindliche Vereinbarungen mit den privaten Trägern. Was ist, wenn der private Kindergarten in einer mit öffentlichen Mitteln erstellten Immobile nach ein paar Jahren wieder geschlossen wird? Die Immobilie muss für den sozialen Zweck erhalten bleiben oder die Fördermittel müssen zurückgezahlt werden", so Georg Cremer, Generalsekretär des DCV.
Entscheidend ist für die Caritas die Qualität der Kinderbetreuung. Die Caritas hat zum Wohl des Kindes klare Qualitätsstandards, die sich z. B. auch in einer regelmäßigen Fachberatung und Fortbildung niederschlagen. Die Angebote der privaten Anbieter dürfen nicht unter den Standards der Wohlfahrtsverbände liegen.
Der DCV fordert die Kommunen auf, durch eine entsprechende Preisgestaltung dafür zu sorgen, dass es nicht zu sozialer Selektion kommt. "Die Belastungen der Eltern müssen nach deren Einkommen so gestaffelt sein, dass Kinder unterschiedlicher Schichten eine Chance haben, gemeinsam die Kindertagesstätte zu besuchen", unterstreicht Cremer. Wenn private Anbieter eine Hochpreispolitik betreiben, ist eine öffentliche Förderung nicht angemessen. Führt das Engagement der privaten Träger beispielsweise zu mehr Kinderbetreuungsangeboten in Betrieben, sieht die Caritas dies positiv und bietet Kooperation und ihr fachliches Know-how an.
23.03.2008
Kurze Wege, schnelle Hilfe
Die Bewohner des Franziskushauses in Waltrop haben sich prima eingelebt
![]() Bild: Helmut Giesen |
![]() Bild: Käte Anders |
![]() Bild: Helene Olubek mit Brigitte Steuer (Mitarbeiterin der Caritas) |
Das Franziskushaus des Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick in der Dorfmüllerstraße 8 in Waltrop bietet 24 Senioren die Möglichkeit, eigenständig zu leben und dennoch jederzeit auf das Betreuungsangebot der Caritas zurückgreifen zu können. Helmut Giesen ist einer der Bewohner der 20 Wohnungen. Er lebt von Anfang an, seit Juli 2007, im Franziskushaus und ist äußerst zufrieden mit seinem Leben dort. Der gebürtige Kölner hat schon in Krefeld und Dillenburg gelebt, nun hat es ihn nach Waltrop verschlagen, in die Nähe seiner Tochter. Gemeinsam mit ihr hat er gezielt nach einem Angebot wie dem der Caritas gesucht. Helmut Giesen gefällt die Lage des Hauses besonders: „Alles ist wunderbar schnell zu erreichen – mein Arzt, Apotheken, das Stadtzentrum und weitere Einkaufsmöglichkeiten. Besser geht es gar nicht.“ In seiner Wohnung findet er sich ebenfalls sehr gut zurecht, die 46 Quadratmeter hat er individuell gestaltet und kocht gerne in seiner Küche.
Das Freizeitangebot findet er prima: Dienstags und sonntags findet das „Franziskuscafé“ statt, zu dem alle Bewohner eingeladen sind, um bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen zusammen zu sitzen und sich auszutauschen. Helmut Giesen trägt auch selbst zur Freizeitgestaltung bei: Er hat mit drei weiteren Bewohnern eine Canasta-Runde gegründet, die sich regelmäßig zum Kartenspielen trifft und sogar kleine Turniere veranstaltet.
Eine der Mitspielerinnen ist Käte Anders. Sie empfindet das Leben im Franziskushaus als angenehm: „Man führt im Grunde ein Hausfrauenleben ohne Hausfrau zu sein und ohne Kinder. Der Haus- und Flurputz fällt weg, das Straßenfegen und all diese Sachen. Der Tag gehört einfach einem selbst, man lebt aus sich selbst heraus.“ Ihre Familie wohnt in der Nähe und ist jederzeit erreichbar, was für sie ein großer Pluspunkt ist. Die 76-jährige lobt genau wie Helmut Giesen die zentrale Lage des Hauses, die Innenstadt ist nahe gelegen, genau wie der Park zum Spazierengehen. Falls man aber auch nur schnell etwas einkaufen möchte, ist der nächste Supermarkt bloß 350 Schritte entfernt, das hat Käte Anders selbst nachgezählt. Außerdem hält ein Bus fast vor der Haustür, eine Fahrt in weiter entfernte Städte ist also kein Problem.
Überdies hinaus gibt es einmal im Monat einen Spielenachmittag, der von den Caritasmitarbeitern organisiert wird. „Das ist mal etwas ganz anderes!“, sagt Käte Anders, „Wir singen und betreiben Denksport, bei kleinen Spielchen wird man richtig gefordert.“ Helene Olubek stimmt ihr zu. Da sie nicht aus Waltrop, sondern aus Reken kommt, hat sie selbst zunächst nichts von dem Angebot der Caritas gewusst. Ihre Schwester lebt jedoch in Waltrop und deren Sohn hat im Internet vom Franziskushaus erfahren und sofort an sie gedacht. Die 81-jährige wollte nämlich nicht in ein Altenheim, sondern selbstständig in einer eigenen Wohnung wohnen, aber trotzdem schnell Hilfe erreichen können, falls sie welche benötigt. Sie hat ihre Schwester und ihre Familie immer in der Nähe.
Zunächst war es für Helene Olubek nicht leicht, einen Platz im Franziskushaus zu bekommen, da die Nachfrage enorm groß war. „Und natürlich vermisse ich meine Freunde in Reken etwas, doch wir telefonieren oft. Ich wohne seit dem Sommer letzten Jahres hier, also fast seit Beginn des Franziskushauses und bereue nichts. Es war die richtige Entscheidung hier her zu ziehen.“ Für sie und die anderen Bewohner ist das Leben im Franziskushaus ideal, es bietet zahlreiche Vorteile und sie fühlen sich heimisch, vor allem weil sie selbstständig wohnen, im Notfall aber die Hilfe der Caritasmitarbeiter in Anspruch nehmen und auch betreut wohnen können.
13.03.2008
Forschungsprojekt "Diakonie im Lebensraum"
Das lokale Umfeld gewinnt für Menschen, die nur über geringe materielle Mittel verfügen oder aufgrund anderer Hemmnisse auf Unterstützung angewiesen sind, zunehmend an Bedeutung. Da sie weniger mobil sind, werden entsprechende Angebote und eine gute Infrastruktur in ihrem Nahraum immer wichtiger.
Der Deutsche Caritasverband (DCV) und das Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) haben eine Studie in Auftrag gegeben, die die Frage untersucht, welche Bedeutung Pfarrgemeinden und Initiativen in diesem Bereich zukommt. Untersucht werden sollte, wie es gelingt, mit so genannten lebensräumlichen Projekten die Lebensbedingungen materiell benachteiligter Personen und von Personen mit Handicaps im lokalen Raum zu verbessern. Durch das Engagement der Pfarrgemeinden und lokaler Initiativen, nachbarschaftliche und Stadtteilnetzwerke zu knüpfen, sollen benachteiligte Menschen gestärkt und deren gesellschaftliche Integration unterstützt werden.
Welche Bedingungen für erfolgreiche Kooperationen nötig sind, um benachteiligende Lebensumstände zu überwinden, präsentieren beispielhaft 22 Projekte auf einer Tagung am 12. März in Berlin. Bundesweit wurden 350 Projekten für die Studie unter der Leitung von Professor Dr. Udo F. Schmälzle von der Universität Münster berücksichtigt. Exemplarisch wird deutlich, wie das Zusammenspiel der Bewohner mit Ehrenamtlichen, lokalen Vereinen, Initiativen, den Kirchengemeinden, Kommunen und anderen Organisationen die Lebensbedingungen in entwicklungsbedürftigen lokalen Räumen verbessert.
Die Ergebnisse zeigen, dass die Einbeziehung der Betroffenen, ehrenamtliches Engagement und die Unterstützung durch Gremien vor Ort ebenso zum Gelingen der Projekte beitragen wie eine starke Medienpräsenz. Durch die lebensräumliche Projektarbeit wurde die Lebenssituation benachteiligter Menschen verbessert und deren Ressourcen gestärkt und ausgeweitet.
09.03.2008
Qualitätsstandards in der Pflege
Caritas informiert, was der Pflege-Weiterentwicklungsgesetz mit sich bringen kann
Informationen zum Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (PfWG) bereitet der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick auf. Informationen sind wichtig: Schließlich soll das PfWG die Pflegeversicherung besser auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen ausrichten.
Geplante Änderungen: Es soll eine schrittweise Anhebung der ambulanten Sachleistungen, der Leistungen zur Tagespflege und des Pflegegeldes geben. Die Sachleistungsbeträge sollen bis 2012 von 384,00 Euro auf 450,00 Euro für Stufe I, in der Stufe II von 921,00 auf 1100,00 Euro steigen. In Stufe III soll es schließlich 1550,00 statt 1432,00 Euro geben. Ähnliche Änderungen stehen beim Pflegegeld an: Erhöhungen für die Stufe I (von 205,00 auf 235,00 Euro), Stufe II (440,00 statt 410,00 Euro) und Stufe I (700,00 statt 665,00 Euro) sind angedacht.
Interessante Änderungen sollen sich durch die Einführung einer Pflegezeit für Beschäftigte ergeben: Bei Pflege durch Angehörige wird für die Dauer von bis zu sechs Monaten ein Anspruch auf unbezahlte, aber sozialversicherte Freistellung von der Arbeit gegenüber einem Arbeitgeber, der mehr als 15 Beschäftigte hat, eingeführt. Neben dem Anspruch auf Pflegezeit wird Beschäftigten ein Anspruch auf kurzzeitige Freistellung für bis zu 10 Arbeitstage eingeräumt, um in einer akut auftretenden Pflegesituation eine bedarfsgerechte Pflege zu organisieren oder eine pflegerische Versorgung in dieser Zeit sicherzustellen.
Im März wird der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick einen Informationsabend zu Pflegeversicherung und häuslicher Pflege anbieten. Er findet am 12.03.2008 um 17.00 Uhr im Franziskushaus Dorfmüllerstr. 8 in Waltrop und am 13.03.2008 um 17.00 Uhr im Gesundheitszentrum Ludwigstr. 6 in Oer-Erkenschwick statt.
Fragen von Angehörigen und Betroffenen beantwortet Ursula Deiting-Pohl, Pflegedienstleitung beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick unter Tel. 02309/95700 oder Fr. Kober Tel. 02368/89090.
03.03.2008
Neue Leistungen durch die Pflegereform
Caritas informiert, was der Pflege-Weiterentwicklungsgesetz mit sich bringen kann
Das Pflege-Weiterentwicklungsgesetz (PfWG) nimmt konkrete Formen an. Der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick hat sich bereits intensiv mit dem geplanten Gesetz auseinandergesetzt. Schließlich soll das PfWG die Pflegeversicherung besser auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen ausrichten. Das Gesetz sieht unter anderem die Einführung einer Pflegezeit vor. Ambulante und stationäre Leistungen sollen schrittweise angehoben werden. „Menschen mit der Pflegestufe 0 sollen künftig auch Leistungen erhalten können“, erklärt Ursula Deiting-Pohl, Pflegedienstleiterin des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick. Zur Finanzierung aller Maßnahmen soll der Beitragssatz um 0,25 Prozentpunkte erhöht werden.
„Der Betreuungsbetrag, den dann auch Personen der Pflegestufe 0 erhalten können, soll von 460,00 Euro pro Jahr auf bis zu 200,00 Euro im Monat angehoben werden“, erläutert Ursula Deiting-Pohl. Wenn es nach dem Bundesgesundheitsministerium geht, soll dieser Betrag Menschen helfen, verstärkt Angebote der Tages- und Nachtpflege und Angebote wie Betreuungsgruppen für Demenzkranke in Anspruch nehmen zu können. Unterstützung zur stundenweisen Entlastung pflegender Angehöriger im häuslichen Bereich, Tagesbetreuung in Kleingruppen und Einzelbetreuung durch anerkannte Helfer könnten so finanziert werden.
Eine Verbesserung gibt es auch im Bereich der Tagespflege: Bei der Kombination aus Tagespflege und professioneller ambulanter Pflege kann künftig neben der vollen ambulanten Sachleistung der halbe Satz für die Tagespflege beansprucht werden oder umgekehrt.
Im März wird der Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick einen Informationsabend zu Pflegeversicherung und häuslicher Pflege anbieten. Er findet am 12.03.2008 um 17.00 Uhr im Franziskushaus Dorfmüllerstr. 8 in Waltrop und am 13.03.2008 um 17.00 Uhr im Gesundheitszentrum Ludwigstr. 6 in Oer-Erkenschwick statt.
Fragen von Angehörigen und Betroffenenbeantwortet Ursula Deiting-Pohl, Pflegedienstleitung beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick unter Tel. 02309/95700 oder Fr. Kober Tel. 02368/89090.
22.02.2008
Caritas will Beratung um Gesundheitsfragen erweitern
Kurberaterinnen wollen mehr Vorsorge bieten/Fragestellungen werden vielfältiger/Hälfte der Ratsuchenden fährt in Kur
Die Kurberatungsstellen der Caritas in der Diözese Münster wollen künftig Frauen verstärkt in Gesundheitsfragen Hinweise geben und Angebote vermitteln. Vor allem soll damit die Vorsorge gestärkt werden. Wie die Kurberaterinnen auf ihrer Halbjahrestagung in der Vorsorge- und Rehabilitationsklinik in Bestwig-Berlar berichteten, werden die Fragestellungen immer vielfältiger und nehmen gerade die Fragen rund um die Gesundheit stark zu.
Die Beratungsstellen wollen damit auch den ratsuchenden Frauen helfen, für die eine Kur dann doch nicht in Frage kommt. “Sie sind aber mit Problemen zu uns gekommen,” erklärt Maria Schumacher, Referentin im Diözesancaritasverband Münster. Insbesondere ihnen wollen die Beraterinnen verstärkt Hilfen vor Ort anbieten, indem sie mit anderen Diensten und Einrichtungen zusammenarbeiten.
21.02.2008
MDK-Qualitätsprüfungen und -Prüfberichte unzureichend: Sie treffen keine Aussagen zur tatsächlichen Qualität der Pflege bei pflegebedürftigen Menschen
Pflegewissenschaftler legen Gutachten vor und kritisieren mangelnde wissenschaftliche Basis
„Gegenwärtig liegen zur Messung von Ergebnisqualität weder wissen-schaftliche Erkenntnisse noch nennenswerte Forschungsergebnisse vor“. So heißt es in einem neuen Gutachten zur Qualität des MDK-Prüfverfahrens, auf dessen Grundlage die Qualität von Pflegeeinrichtungen und -diensten beurteilt und in Berichtsform dargestellt werden soll. Die Ver-fasser der Studie, die Pflegewissenschaftler Prof. Dr. Stefan Görres und Prof. Dr. Martina Hasseler, weisen nach, dass das Verfahren für Prüfberich-te des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung (MDK) zu wenig wissenschaftlich fundiert ist.
Ihre fachliche Bewertung: „Die MDK-Prüfberichte sind kaum dazu angetan, eine Orientierungshilfe für die Nutzer, also die Betroffenen selbst oder de-ren Angehörige, zu bieten, wenn diese etwa eine angemessene Pflege oder Betreuung suchen. Und im Folgenden: „Die Prüfberichte treffen kaum Aussagen über die tatsächliche Lebenssituation pflegebedürftiger Men-schen“.
Weitere wesentliche Ergebnisse sind:
- „Gute Pflege“ - von der in der öffentlichen Diskussion um Transparenz und Pflegequalität häufig die Rede ist und deren Messung und Darstellung Ziel der MDK-Berichte sein sollte - „wird an keiner Stelle definiert oder eva-luiert.“
- „Der Prüfkatalog der MDKen ist insgesamt zu wenig pflegewissenschaft-lich fundiert und entspricht nicht ausreichend den Gütekriterien der Objekti-vität und Reliabilität“ (Überprüfbarkeit), schreiben die Gutachter. Prüfverfahren ohne derartige Grundlage sind nicht aussagekräftig und ver-gleichbar. In den Berichten findet sich dementsprechend „ein hohes Maß an Subjektivität der Verfasser“, so die Gutachter.
- „Es besteht der Eindruck, dass das Prüfinstrument auf einem defizit-orientierten Verständnis von Pflegequalität aufsetzt und sich an einem zweckorientierten und funktionalistischen Paradigma orientiert.“ „Durch das Fehlen einer logisch nachvollziehbaren Präsentation der Stärken und Schwächen bleibt unklar, inwieweit die festgestellten Mängel folgerichtig sind. Zudem erfolgt die Ableitung von vorgeblichen Schwächen durch teils problematische Schlussfolgerungen. Aus einzelnen Beobachtungen und Auffälligkeiten werden pauschalisierende Rückschlüsse gezogen.“
Hintergrund: Bereits seit einem Jahr arbeiten die Pflegewissenschaftler an einer Bewertung von Qualitätsprüfungen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) im Auftrag der Hamburger Pflegegesellschaft, in der die Verbände der Hamburger Pflegeeinrichtungen der Arbeiterwohlfahrt, des Caritasverbandes, des Deutschen Roten Kreuzes, des Diakonischen Werkes und des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes sowie des Bundesver-bandes privater Anbieter sozialer Dienste und des Zentralverbandes Ham-burger Pflegedienste zusammengeschlossen sind. Gegenstand der Studie war die Frage, wie die Aussagekraft der Prüfberichte bezüglich der Ergeb-nisqualität der Einrichtungen einzuschätzen ist. Außerdem prüften die Ex-perten, wie aussagekräftig die im Prüfbericht befindliche abschließende Bewertungsmatrix ist und ob die Empfehlungen des Medizinischen Diens-tes der Krankenkassen bezüglich der festgestellten Mängel folgerichtig sind.
„Das Gutachten bestätigt unsere Kritik an dem defizitorientierten MDK-Prüfverfahren, weist auf die erheblichen Schwächen dieses Ver-fahrens hin und stellt klar: Gute Pflege ist mit diesem Instrument nicht zu ermitteln. Wir stehen nach wie vor für Transparenz in der Pflege, allerdings muss diese Transparenz die Ergebnis- und Lebensqualität der Pflegebedürftigen und deren Angehörige spiegeln und Stärken und Schwächen der Pflegeeinrichtungen gleichermaßen aufzeigen“ so Bernd Meurer, Präsident des Bundesverbandes privater Anbieter sozialer Dienste e.V. und des europäischen Dachverbandes ECHO.
„Das Gutachten leistet einen wichtigen Beitrag, um die Qualitätsde-batte zu Pflegeeinrichtungen in Deutschland neu fachlich und fundiert auszurichten. Für die Zukunft dürfen nicht mehr subjektive Aussagen der Prüfer auf Basis von wissenschaftlich nicht abgesicherten Indika-toren und eines nicht ausreichend getesteten Prüfinstrumentes dar-über befinden, ob ein Pflegeheim oder ein Pflegedienst als gut oder schlecht klassifiziert wird. Die Vertreter der Pflegewissenschaft sind jetzt gefordert, Indikatoren für ein Prüfverfahren zu entwickeln, das dem Anspruch, gute Pflege festzustellen, auch genügt. Es darf nicht mehr dem MDS allein überlassen bleiben, ein Prüfverfahren zu entwi-ckeln. Die Pflegewissenschaft, die Pflegekassen, die Verbände der Leistungserbringer und der MDS müssen zusammenwirken, um ein wissenschaftlich anerkanntes Prüfverfahren mit verwertbaren Ergeb-nissen einzuführen. Unsere Vorschläge liegen auf dem Tisch", erklärt Klaus-Peter Stenzig, Vorsitzender der zuständigen Sozialkommission der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege e.V., zusammen-fassend.
BAGFW und bpa vertreten zusammen über zwei Drittel aller Pflegeeinrichtungen in Deutschland. Das Gutachten können Sie auf unserer Website herunterladen.
Ansprechpartner für Rückfragen:
bpa: Herbert Mauel, Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60
BAGFW: Werner Ballhausen, 030 / 24 08 91 29
11.02.2008
Interesse an Verbraucherinsolvenzverfahren ungebrochen
Statistik der Caritas liegt vor
Die Insolvenzberatung des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick e.V. stellte auch im Jahr 2007 wieder ein Anwachsen der Anfragen nach dem Verbraucherinsolvenzverfahren fest. Oftmals durch die Veröffentlichungen in den Medien auf das Verfahren aufmerksam geworden, suchten insgesamt etwa 900 Menschen in finanziellen Problemlagen Rat bei der anerkannten Beratungsstelle.
Derzeit sind drei Mitarbeiter in der Insolvenzberatung tätig, die im vergangenen Jahr insgesamt 260 Schuldner aus Recklinghausen, Castrop-Rauxel, Datteln und Waltrop laufend betreuten.
Auffällig ist insbesondere der steigende Anteil der Arbeitslosen in der laufenden Beratung. Dies liegt zum einen daran, dass der Verlust des Arbeitsplatzes und der damit verbundene Einkommensrückgang die finanzielle Situation der privaten Haushalte stark belastet und daher immer noch eine der Hauptursachen der Überschuldung ist. Zum anderen werden Leistungsempfänger von Arbeitslosengeld II nun vermehrt von den Arbeitsagenturen an die Schuldnerberatungen verwiesen, da ein überschuldeter Arbeitsloser deutlich schlechtere Chancen auf eine Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt hat.
Festzustellen war im Jahr 2007 auch, dass aufgrund der häufig geringen Einkommen der Klienten, eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern nur in wenigen Fällen zu erreichen und das gerichtliche Insolvenzverfahren für die Schuldner meistens der einzige Weg aus der Schuldenfalle war.
Die gedruckte Statistik erhalten Sie beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick.
Ansprechpartner:
Rainer Paals
Email: Rainer.paals@caritas-waltrop-oer-erkenschwick.de
Telefon: 02309-95700
10.02.2008
Caritas fordert passgenaue Beratung statt Sanktionen
Eine passgenauere Beratung, verstärkte Qualifizierung und mehr Kombilohn-Angebote fordert der Diözesancaritasverband in Münster statt vermehrter Sanktionen für Arbeitslose. Dass die Jobcenter nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit im vergangenen Jahr 60 Prozent mehr Kürzungen des Arbeitslosengeldes verhängt haben, wundert Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann nicht: "Wenn immer nur Zusatzjobs angeboten werden, verlieren die Menschen die Lust an Arbeit". Ein-Euro-Jobs eigneten sich nicht zur "Erprobung der Arbeitswilligkeit". Die aber seien die Standardantwort der Jobcenter.
Nach Beobachtung des Referatsleiters Soziale Dienste im Diözesancaritasverband Münster, Dr. Ulrich Thien, mangele es häufig auch an der Bereitschaft, soziale Begleitung und Anleitung beispielsweise durch Schuldner- oder Suchtberatungsstellen zu gewähren. Die Jobcenter seien hier unterschiedlich großzügig, tendenziell werde hier aber als erstes gespart.
Informationen gibt es bei der Schuldner- und Insolvenzberatung des Caritasverbandes,
Tel. 02309/9570-28/40/55.
28.01.2008
Am liebsten zu Hause: Seniorenwohnungen in OE
Die letzten Wohnungen in St. Agnes stehen zur Vermietung an
Hell und freundlich ist es geworden im Richtung Grüngürtel ausgebauten Haus St. Agnes an der Ludwigstraße. Die letzten der 14 neuen Seniorenwohnungen stehen vor dem Abschluss der Renovierungsarbeiten und können vermietet werden. „Eine Wohnung verfügt über einen Balkon, eine Einheit ist mit direktem Zugang zum Innenhof ausgestattet“, erklärt Claudia Kober, die für die Beratung von Wohnungsinteressenten beim Caritasverband Waltrop/Oer-Erkenschwick zuständig ist.
Beides sind 2 ½-Zimmerwohnungen mit 67 bzw. 60 Quadratmetern, sind also durchaus auch für Paare geeignet. Außerdem ist noch eine 48 Quadratmeter-Wohnung verfügbar; sie liegt im 1. OG nach Westen. Die bisherigen Mieter fühlen sich im Haus wohl: Ein Paar lebt in einer der Wohnungen, die übrigen Einheiten sind an Alleinstehende vergeben worden. Diese treffen sich aber täglich in den gemeinschaftlich nutzbaren Räumen und Außenanlage oder verweilen im großen Eingangsbereich des Hauses St. Agnes. Denn da ist immer etwas los, schließlich handelt es sich bei der Anlage zum betreuten Wohnen um eine Kombination aus Wohnen und Arbeiten. „Wir als Caritas sind natürlich im Haus vertreten und zu den Öffnungszeiten stets ansprechbar“, erklärt Claudia Kober.
Außerdem sind alle wichtigen Einrichtungen im Haus bzw. im direkten Umfeld vorhanden, angefangen vom Krankengymnasten über Hausärzte, Frauenarzt, Hautarzt, Fußpflege, Heilpraktiker und Orthopäden bis zu Apotheke und Optiker. Auch wer Dinge des täglichen Bedarfs wie Lebensmittel einkaufen möchte hat kurze Wege vor sich: St. Agnes liegt direkt im Stadtzentrum, in direkter Nachbarschaft zum Rathaus. Zuviel Trubel müssen die Mieter in St. Agnes aber nicht befürchten: Die Wohnungen liegen abseits des Straßenverkehrs in Richtung Grüngürtel oder Innenhof.
Wer Interesse an einer der Wohnungen hat, wird von Claudia Kober gerne umfassend informiert. „Auch können die Räumlichkeiten jederzeit besichtigt werden“, erklärt Claudia Kober. Der Mietpreis liegt je nach Wohnung derzeit zwischen 6,60 und 7,40 Euro plus ca. 2,40 Euro Nebenkosten pro Quadratmeter. Die Betreuungspauschale der Caritas liegt für Alleinstehende bei 59 Euro im Monat, für Ehepaare bei 89 Euro pro Monat. Ein fairer Preis für eine Rundum-Betreuung in attraktiver Umgebung, so, wie man es gerne hat: Eben am liebsten zu Hause.
Anlage: Aktuelle Preisübersicht zu den Wohnungen in St. Agnes / Oer-Erkenschwick
27.01.2008
Zeit ist unser Kapital
Für Eva-Martina Holtmann ist es immer wieder beeindruckend, “wieviel Vertrauen uns entgegen gebracht wird”. Im Krankenbett sind die Menschen viel offener, als wenn man sie im Café oder im Bus treffe. Das ist manchmal anstrengend, aber “auch sehr bereichernd”, sagt die Teamsprecherin der Christlichen Krankenhaushilfe im St. Franziskus-Hospital in Münster. Eine gute Vorbereitung auf dieses Ehrenamt sei deshalb wichtig, ergänzt ihre Kollegin Dorothee Fischer. Dafür wollen sie eine neue, fünfteilige Fortbildungsreihe anbieten, die am 13. Februar startet. Was den Pflegemitarbeitern angesichts immer weniger Stellen und immer mehr Patienten zunehmend fehlt, das bringen die Ehrenamtlichen der Christlichen Krankenhaushilfe mit: “Zeit ist unser Kapital”, sagt Dorothee Fischer. Wieviel jeder Ehrenamtliche davon einsetzt, entscheidet er selbst.
Wer Interesse hat, kann sich im Diözesancaritasverband Münster bei Lena Dirksmeier erkundigen oder sich gleich anmelden unter Telefon 0251-8901-283. Die Fortbildung wird ab dem 13. Februar wöchentlich von 17 bis 19 Uhr im Marienhaus in Münster beziehungsweise am vierten Abend in den beteiligten Kliniken angeboten.
Auch in Waltrop und Oer-Erkenschwick gibt es Fortbildungen für Ehrenamtliche, hier vor allem in der Betreuung von Menschen mit Demenz. Weitere Informationen hierzu erteilt Christiane Jurgeleit-Höflich telefonisch unter 0 23 09 - 95 70 0.
22.01.2008
Prüfung bestanden – Detlev Bielawny Teamleiter in OE
Leitung in Oer-Erkenschwick, gleichzeitig bei Bedarf Vertretung in Waltrop
![]() |
Links: Detlev Bielawny, rechts Rainer Kubik, Geschäftsführer Caritasverband Waltrop / Oer-Erkenschwick. |
Der Oer-Erkenschwicker Detlev Bielawny ist Teamleiter im Pflegebereich des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick: Der 42-Jährige koordiniert die pflegerischen Einsätze der Caritas in Oer-Erkenschwick und ist gleichzeitig die Vertretung für die Waltroper Pflegedienstleiterin Ursula Deiting-Pohl.
Der gelernte Bergmann hat nach einer Umschulung 1994 in der Paracelsus Klinik in Marl gearbeitet und ist dann in die ambulante Pflege gewechselt. Seit einigen Jahren ist er für die Caritas in Oer-Erkenschwick tätig. Jetzt hat er die Weiterbildung zur Stationsleitung abgeschlossen. „Dabei wurden Aspekte wie Qualitätssicherung, Führungsmodelle und Anleitung von Mitarbeitern vermittelt“, erklärt der 42-Jährige. Projektarbeit, schriftliche Arbeiten, mündliche Prüfung und Abschlussarbeit – die aufwändige Weiterbildung hat gut 15 Monate in Anspruch genommen. In seiner Abschlussarbeit hat er sich mit MRSA beschäftigt. Damit bezeichnet man gegen bestimmte Antibiotika resistente Stämme. Weiteres Produkt der intensiven Weiterbildung: Die Entwicklung eines Infoblatts für Angehörige zum Thema MRSA in der ambulanten Pflege.
Detlev Bielawny arbeitet in Oer-Erkenschwick am Standort des Caritasverbandes an der Ludwigstraße 6. Er ist Teamleiter und Ansprechpartner für über 25 Mitarbeiter.
Für Rückfragen steht Ihnen gern und wie gewohnt die Geschäftsstelle des Caritasverbandes unter info@caritas-waltrop-oer-erkenschwick.de oder 0 23 09. 957 00 zur Verfügung.
17.01.2008
Achten statt Ächten - Jugendlichen helfen
Unter dem Motto "Achten statt ächten" setzt sich die Caritas für eine veränderte Haltung benachteiligten Jugendlichen gegenüber ein. Zum Kampagnen-Auftakt macht Caritas-Präsident Peter Neher deutlich: "Wir wollen für die Anliegen junger Menschen sensibilisieren, die durch ihre familiäre, soziale und die Bildungssituation benachteiligt sind." Nach wie vor gebe es in Deutschland einen fatalen Zusammenhang zwischen der sozialen Herkunft und den Bildungs- und damit auch Lebenschancen von Kindern und Jugendlichen.
Dringend erforderlich sei beispielsweise ein flächendeckendes Angebot von Schulsozialarbeit, um an Schulen in sozialen Brennpunkten oder mit einem hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund frühzeitig und nachhaltig wirken zu können. Die Caritas kann hier auf vielfältige Erfahrungen zurückgreifen: mehr als 15.000 junge Menschen werden in Projekten von Caritas-Bildungsträgern und in Berufsbildungswerken der Caritas qualifiziert.
Wiederholt kritisierte Neher die aktuelle Debatte zur Jugendkriminalität: "Wir brauchen keine Verschärfung des Strafrechts sondern therapeutisch geschultes Personal und eine jugendgerechte Unterbringung, um eine nachhaltige Integration dieser Jugendlichen in die Gesellschaft zu erreichen."
Informationen unter www.achten-statt-aechten.de
sowie bei Barbara Fank-Landkammer, E-Mail: barbara.fank-landkammer@caritas.de
13.01.2008
Essen à la carte: Anrufen, bestellen, fertig!
Es ist Essenszeit, Sie nehmen Platz und die feinsten Speisen erscheinen auf dem Tisch. Ohne den mühevollen Einkauf und ohne zeitaufwändiges Kochen. Abgestimmt auf Ihre Gewohnheiten und Bedürfnisse finden Sie bei "Essen à la carte" des Caritasverbandes Waltrop/Oer-Erkenschwick ein reichhaltiges Angebot: Vollkostmenüs, Leichtkost, zuckerfreie Kost, cholesterinarme Kost, Minimenüs und frische Salate. Wir liefern täglich heiße Menüs nach Ihren Wünschen, verpackt in Einzelwärmeboxen - auch sonntags und an Wochenenden.
Übrigens: Wenn Sie selbst bestimmen möchten, was und wann Sie essen, bringen wir Ihnen gerne Tiefkühlkost ins Haus. Dazu erhalten Sie auf besonderen Wunsch von uns ein leicht handhabbares Aufheizgerät.
Am besten ist, Sie probieren selbst einmal aus, was wir für Sie tun können. Rufen Sie uns einfach an und vereinbaren Sie einen Beratungstermin mit uns. Unser Service-Team kommt auf Wunsch auch ins Haus: Telefon 02309 / 95 70 15 oder 02368 / 89 09 0.




Bild: Nanni Heiden
Bild: Teilnehmerinnen Annemarie Nieswandt (links) und Dorothea Gesenhaus












